Länder-Bauministerinnen kritisieren Wohngeld-Kürzungspläne
01.07.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Gespart wird damit nichts", kritisierte Ünsal. "Das ist eine reine Lastenverschiebung. Wer aus dem Wohngeld fällt und die Miete nicht mehr stemmt, landet im Bürgergeld oder in der Grundsicherung im Alter", erklärte die Senatorin. Dann zahlten Länder und Kommunen die Unterkunftskosten, während der Bund seine Sparvorgabe abhake. Für Bremen als Stadtstaat hieße das, die Folgen doppelt zu tragen. "Das ist nicht vertretbar", sagte die Sozialdemokratin.
Auch Baden-Württembergs Bauministerin hält von den Plänen wenig. "Es ist ein schwieriges Signal, den Haushalt ausgerechnet auf Kosten von Menschen mit geringen Einkommen sanieren zu wollen", sagte Theresa Schopper (Grüne) den Zeitungen. Dass der Bund erst den Kreis der Berechtigten erweitert habe und es nun wieder in die "andere Richtung" gehe, beschädige Vertrauen in die Politik.
"Statt echter Verwaltungsvereinfachungen setzt der Entwurf vor allem auf Einsparungen. Das ist der falsche Weg", kritisierte die Grünen-Politikerin. Länder und Kommunen erhielten für die tiefgreifenden Änderungen kaum Zeit, fügte sie hinzu. "Das stellt die Wohngeldbehörden vor nahezu unlösbare Aufgaben und erschwert eine geordnete Umsetzung erheblich."
