LĂ€nder, Lauterbachs

LĂ€nder stellen sich gegen Lauterbachs Krankenhausreform

13.11.2023 - 13:46:41

Die Gesundheitsminister der BundeslĂ€nder wollen den PlĂ€nen fĂŒr eine Klinikreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf dem Treffen am 23.

November nicht zustimmen. Der Termin solle "ausschließlich nur fĂŒr eine zeit- und ergebnisoffene, politische Aussprache" genutzt werden - "ohne anschließende Pressekonferenz", heißt es in einem Brief des Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Manne Lucha (GrĂŒne), der Lauterbach zuging und ĂŒber den das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) berichtet. Derzeit erarbeiten Bund und LĂ€nder einen Gesetzentwurf, der ursprĂŒnglich Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten sollte.

Der bisherige Stand der Verhandlungen sei "sehr enttĂ€uschend", heißt es in dem Brief. Die LĂ€nder bemĂ€ngelten zudem, dass die Finanzierung der Reform nicht nachvollziehbar sei. Konkret geht es um die Vorhaltepauschale, die die Kliniken nach der Reform neben der bestehenden Fallpauschale erhalten sollen. Es könne nicht eingeschĂ€tzt werden, "ob damit ĂŒberhaupt eine finanzielle Verbesserung beziehungsweise eine auskömmliche Finanzierung erfolgen kann", heißt es in dem Brief. Gleichzeitig mĂŒssen die Kliniken einheitliche QualitĂ€tskriterien einhalten, um diese Gelder zu erhalten. Die LĂ€nder fordern hier mit Blick auf ihre Planungshoheit Ausnahmen: "Es handelt sich um wesentliche Entscheidungen, die im Reformgesetz unmittelbar getroffen werden mĂŒssen", heißt es. Zudem sei bislang nicht ersichtlich, wie "mit der Reform eine EntbĂŒrokratisierung erreicht werden könnte." Vielmehr sei zu befĂŒrchten, "dass der bĂŒrokratische Aufwand fĂŒr alle Seiten weiter steigt und das Krankenhaussystem insgesamt noch komplexer wird."

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