Spitze der GrĂŒnen-Fraktion will lĂ€ndliche RĂ€ume stĂ€rken
26.08.2023 - 12:38:33Die GrĂŒnen-Fraktion im Bundestag will die lĂ€ndlichen RĂ€ume in Deutschland angesichts von BefĂŒrchtungen ĂŒber eine zunehmende Abkopplung stĂ€rken. «LĂ€ndliche RĂ€ume prĂ€gen unser Land, nicht der vermeintliche Gegensatz von GroĂstadt oder Dorf», heiĂt es in einem elfseitigen Entwurf des Fraktionsvorstands, der bei einer Klausur an diesem Montag in Berlin beschlossen werden soll.
«Deshalb verdient die Kraft der lĂ€ndlichen RĂ€ume mit ihren kleinen Gemeinden und mittelgroĂen StĂ€dten mehr Sichtbarkeit - und UnterstĂŒtzung fĂŒr Daseinsvorsorge, Infrastrukturen und gesellschaftliche Teilhabe.»
Kraft des Landes in lÀndlichen RÀumen
Der Entwurf, in dem zahlreiche von der Ampel-Regierung beschlossene MaĂnahmen beschrieben werden, lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuerst hatte die «SĂŒddeutsche Zeitung» darĂŒber berichtet. Das Papier trĂ€gt den Titel «Mit der Kraft des Landes: Leben und Wirtschaften in lĂ€ndlichen RĂ€umen.»
Die HĂ€lfte der Wirtschaftsleistung Deutschlands werden in den lĂ€ndlichen RĂ€umen erbracht, «hier liegt die Kraft des Landes», heiĂt es in dem Papier. Mit erneuerbaren Energien und Klimaschutz lieĂen sich schwarze Zahlen schreiben. Mit auf Nachhaltigkeit ausgelegten GeschĂ€ftsmodellen und neuen Einnahmequellen könne die Wirtschaftskraft wachsen.
Damit lĂ€ndliche Regionen Heimat fĂŒr Menschen blieben oder zum neuen Zuhause wĂŒrden, «braucht es zuverlĂ€ssige nachhaltige MobilitĂ€tsangebote, eine gute Gesundheitsversorgung, analoge und digitale Infrastruktur sowie Möglichkeiten des Miteinanders», verlangen die GrĂŒnen.
Förderungen fĂŒr lĂ€ndliche Entwicklung
GrĂŒnen-Fraktionschefin Britta HaĂelmann forderte eine verlĂ€ssliche UnterstĂŒtzung fĂŒr die lĂ€ndlichen RĂ€ume. «Damit sich Eigeninitiative und Kraft im lĂ€ndlichen Raum voll entfalten können, braucht es aber verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen.»
So mĂŒssten Förderungen des Bundes fĂŒr die lĂ€ndliche Entwicklung wie die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur erhalten und perspektivisch erhöht werden, wie zwischen den Koalitionspartnern vereinbart.
In dem Entwurf heiĂt es, jahrzehntelang habe man erlebt, dass Regionen in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes vom öffentlichen Verkehr abgehĂ€ngt worden seien, weil Schienenstrecken stillgelegt und Busverkehre ausgedĂŒnnt worden seien.
Vor diesem Hintergrund wird verlangt: «Der fĂŒr die aktuelle Wahlperiode vorgesehene Pakt von Bund, LĂ€ndern und Kommunen fĂŒr Ausbau und Modernisierung des ĂPNV darf nicht immer weiter verschoben werden, wenn eine zukunftsfeste Finanzierung des Bus- und Bahnverkehrs gelingen soll.»


