Produktion/Absatz, Wettbewerb

Behörde will Handynetz-Betreiber zur FlÀchenversorgung verpflichten

13.05.2024 - 14:17:56

Die Handynetze sollen nach dem Willen der Bundesnetzagentur Anfang 2030 fast die komplette FlÀche Deutschlands umfassen und Funklöcher somit weitgehend Geschichte sein.

Behördenchef Klaus MĂŒller stellte am Montag in Berlin ein Regelwerk vor, dem zufolge die Netzbetreiber Deutsche Telekom DE0005557508, O2 TelefĂłnica und Vodafone GB00BH4HKS39 2030 jeweils 99,5 Prozent der FlĂ€che mit einer Download-Rate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgen mĂŒssen. Es wĂ€re die erste FlĂ€chenauflage und somit eine VerschĂ€rfung der bislang ĂŒblichen staatlichen Handynetz-Ausbaupflichten. Bisher bezogen sich solche Auflagen auf Haushalte und nicht auf die FlĂ€che - dadurch fielen dĂŒnn besiedelte Gegenden in der Statistik kaum ins Gewicht. Das soll sich kĂŒnftig Ă€ndern.

Anfang dieses Jahres deckte die Deutsche Telekom 91,6 Prozent der FlĂ€che mit 4G-Mobilfunk ab, Vodafone erreichte 91,3 Prozent und O2 86,4 Prozent. Diese Angaben der Netzbetreiber sind aber nur bedingt vergleichbar mit der nun angedachten 50-Megabit-Vorgabe der Bundesnetzagentur. Möglicherweise liegen die bereits erreichten Prozent-Werte bei einer 50-Megabit-Kategorie etwas niedriger als die 4G-Werte. Behördenchef Klaus MĂŒller betonte die Bedeutung von besseren Handynetzen auf dem Land. Die Auflagen seien ambitioniert, aber angemessen, sagte er.

Im Gegenzug fĂŒr den fast flĂ€chendeckenden Ausbau sollen Nutzungsrechte, welche die Netzbetreiber Deutsche Telekom, O2 und Vodafone derzeit an bestimmten Frequenzen halten, um fĂŒnf Jahre verlĂ€ngert werden. MĂŒller stellte das Regelwerk, das noch weitere Auflagen enthĂ€lt, als Entwurfsfassung vor, der finale Beschluss soll im Herbst erfolgen.

@ dpa.de | DE0005557508 PRODUKTION/ABSATZ