Luftfahrt

Innenminister wegen immer hĂ€ufigeren DrohnenĂŒberflĂŒge alarmiert

18.12.2025 - 07:02:17

Die Innenminister der LĂ€nder sind laut einem vertraulichen Papier wegen der immer hĂ€ufigeren DrohnenĂŒberflĂŒge alarmiert.

Die "Sichtungen von potenziell sicherheitsgefĂ€hrdenden Drohnen in der Bundesrepublik Deutschland" hĂ€tten "deutlich zugenommen", heißt es in einem unveröffentlichten Beschluss der Innenministerkonferenz von Anfang Dezember, ĂŒber den die "SĂŒddeutsche Zeitung" (Donnerstagsausgaben) berichtet. "Insbesondere ĂŒber kritischen Infrastrukturen wie HĂ€fen, FlughĂ€fen und Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie militĂ€rischen Einrichtungen ist diese Entwicklung besorgniserregend" und könne "eine GefĂ€hrdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Interessen unseres Staates darstellen". Die LĂ€nder fordern deshalb vom Bund, in den nĂ€chsten Monaten noch stĂ€rker gegenzusteuern. Das zuletzt eingeweihte Drohnenabwehrzentrum von Bund und LĂ€ndern reicht ihnen demnach nicht.

"In Anbetracht der verĂ€nderten geopolitischen Lage mĂŒssen daher alle Ressourcen gebĂŒndelt werden, um diesen Entwicklungen wirksam zu begegnen", heißt es in dem Papier weiter. Es gehe darum, "die HandlungsfĂ€higkeit von Staat und Gesellschaft aufrechtzuerhalten". Bis zur FrĂŒhjahrssitzung der Innenminister im Juni soll das Bundesinnenministerium nun eine "abgestimmte Regelung zur konzeptionellen Zusammenarbeit von Bund und LĂ€ndern bei der Abwehr und BekĂ€mpfung von Drohnen" vorlegen. Die Aufgaben und Eingriffsbefugnisse von Bundeswehr, Bundespolizei, LĂ€nderpolizeien und weiteren Sicherheitsbehörden seien eindeutig voneinander abzugrenzen. Das Papier macht zudem klar, wo es im Anti-Drohnen-Kampf bislang noch hakt. Denn offenbar fehlt etwa auf Behördenebene ein Informationsaustausch ĂŒber die Hinterleute der FlĂŒge. Die Innenministerkonferenz bitte das Bundesinnenministerium zu prĂŒfen, inwieweit der Bund eine "zentrale Datei generieren und organisieren kann", in der die "Steuernden" eines illegitimen Fluges registriert werden könnten. So hĂ€tten Ermittler einen besseren Ansatz zur Erkennung von MehrfachtĂ€tern und Mustern.

@ dts-nachrichtenagentur.de