Israels Armee schieĂ in Richtung von Diplomaten - Kritik aus Berlin
21.05.2025 - 18:22:18Sie warfen der Delegation vor, von der genehmigten Route abgewichen zu sein und ein Gebiet betreten zu haben, in dem sie sich nicht hĂ€tte aufhalten dĂŒrfen. Die Soldaten hĂ€tten "WarnschĂŒsse" abgegeben, um die Delegation auf Distanz zu halten. Das AuswĂ€rtige Amt reagierte mit deutlichen Worten. "Diesen unprovozierten Beschuss verurteilt das AuswĂ€rtige Amt scharf", teilte eine Sprecherin mit. "Wir können von GlĂŒck reden, dass nichts Schlimmeres passiert ist." Die Gruppe sei im Rahmen ihrer diplomatischen TĂ€tigkeit und in Koordinierung mit der PalĂ€stinensischen Behörde und der israelischen Armee im Westjordanland gewesen. Die unabhĂ€ngige Beobachterrolle der Diplomaten vor Ort sei "unverzichtbar" und stelle "in keinster Weise eine Bedrohung fĂŒr israelische Sicherheitsinteressen dar", so das AuswĂ€rtige Amt. Die israelische Regierung mĂŒsse umgehend die UmstĂ€nde aufklĂ€ren und die Unverletzlichkeit von Diplomaten respektieren. Anlass fĂŒr die Delegationsreise ist die israelische MilitĂ€roperation "Iron Wall" im nördlichen Westjordanland. GemÀà dem Oslo-Abkommen ist Dschenin A-Gebiet und steht somit unter voller Sicherheitsverantwortung der PalĂ€stinensischen Behörde (PA). Die Bundesregierung kritisiert die PlĂ€ne der israelischen Regierung, die israelische Armee langfristig im FlĂŒchtlingslager Dschenin zu belassen, als "inakzeptabel". Terrorismus mĂŒsse bekĂ€mpft werden - das sei im A-Gebiet jedoch Aufgabe der PA. Der Verbleib israelischer SicherheitskrĂ€fte im selbstverwalteten palĂ€stinensischen Gebiet untergrabe die BemĂŒhungen der PalĂ€stinensischen Behörde, als legitime Vertreterin palĂ€stinensischer Interessen zu agieren, so das AuswĂ€rtige Amt.


