Marine-Inspekteur, Sabotage

Marine-Inspekteur: Sabotage «auf mehr als einer Einheit»

11.02.2025 - 16:19:06 | dpa.de

Die Lage in der Ostsee ist angespannt, nicht nur wegen durchtrennter Unterseekabel und DrohnenĂŒberflĂŒgen. Der Inspekteur der Marine sieht wachsende Gefahren und ordnet mehr Tempo beim Aufbau an.

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    PressegesprÀch "Navy Talks" - Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Saboteure haben in mehr als einem Fall gezielte SchĂ€den an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet. Es gebe «auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage», sagte der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, bei den «Navy Talks» in Berlin. In den Werften seien darauf entsprechende Maßnahmen getroffen worden.

Kaack wurde zu einem Bericht von WDR, NDR und «SĂŒddeutscher Zeitung» gefragt, wonach die Korvette «Emden», die von der Hamburger Werft Blohm+Voss gebaut, aber bislang nicht an die Marine ausgeliefert wurde, ein Sabotage-Ziel war. 

Der Inspekteur bestÀtigte den Vorfall explizit nicht. Das Schiff gehöre noch nicht der Marine.

Dem Bericht zufolge soll im Januar bei einer Kontrolle entdeckt worden sein, dass mehrere Kilogramm MetallspĂ€ne in den Antrieb des Kriegsschiffs gekippt wurden. Unentdeckt hĂ€tte dies zu erheblichen SchĂ€den gefĂŒhrt. Ein Sprecher der Werft Blohm+Voss erklĂ€rte dem Rechercheverbund auf Nachfrage, dass man keine AuskĂŒnfte erteile.

Vizeadmiral: «Man testet uns»

Kaack sagte, neben Sabotageversuchen an Marine-Schiffen gebe es von Land und See FĂ€lle von Eindringen in Marine-StĂŒtzpunkte und «Anbahnungsversuche» bei Soldaten in Uniform auf dem Weg nach Hause. «Unsere Bewertung: Man testet uns. Man versucht, unsere Gesellschaft zu verunsichern, gesamtstaatlich und im BĂŒndnis. Und man schafft womöglich die Grundlage fĂŒr spĂ€tere aktive militĂ€rische AktivitĂ€ten», sagte der Vizeadmiral.

Die Marine habe seit 2022 Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehöre eine höhere Bereitschaft von MinenabwehrkrĂ€ften und eine von 54 auf 84 Meter erhöhte Wassertiefe der Taucher - «ungefĂ€hr die Tiefe, in der Nord Stream 1 und 2 passiert ist». Die Marine stellt zudem Sicherungskompanien auf.

«Die wachsende Bedrohung durch Russland ist Anfang 2025 dringlicher als noch vor zwei Jahren. Experten und Geheimdienste sind sich einig, dass Russland ab Ž29 in der Lage sein wird, einen Konflikt mit der Nato zu suchen», sagte Kaack. 

Er habe eine strategische Erweiterung der bestehenden Planungen («Kurs Marine 2035+») initiiert. Der Inspekteur: «Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir werden in den nĂ€chsten Wochen zunĂ€chst intern, die hierfĂŒr notwendigen Maßnahmen abstimmen und das dann auch öffentlich machen. Es kommt viel auf uns zu.»

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