Iran, Militär

Linke fordert sichere Fluchtwege aus dem Iran nach Deutschland

05.03.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Linkspartei im Bundestag hat einen Abschiebestopp in den Iran sowie "sichere und legale Fluchtwege" aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gefordert."Schutzsuchende müssen deutsche Auslandsvertretungen in den Nachbarstaaten aufsuchen können.

Mahnwache gegen Hinrichtungen im Iran (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Mahnwache gegen Hinrichtungen im Iran (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dort sollen sie unkompliziert humanitäre Visa für eine sichere Einreise erhalten", sagte die Linken-Innenexpertin Clara Bünger der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Dafür müsse die Bundesregierung die Aufnahme nach Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes wieder ermöglichen. Die Koalition von Union und SPD hatte die humanitären Aufnahmeprogramme gestoppt.

Bünger hob hervor: "Viele Menschen im Iran werden sich und ihre Familien jetzt zu Recht in Sicherheit bringen wollen. Das Regime der Islamischen Republik unterdrückt die Bevölkerung massiv." Zudem gefährde der "völkerrechtswidrige Angriff" auf das Land noch mehr Menschenleben, so Bünger. "Die hochgerüsteten Grenzen der Europäischen Union werden allerdings dazu führen, dass für viele Schutzsuchende die Flucht tödlich endet. Wir als Linke fordern deshalb sichere und legale Fluchtwege."

Bisher sehen weder EU-Behörden noch die Bundesregierung starke Fluchtbewegungen aus dem Iran. Zugleich heben Hilfsorganisationen hervor, dass die humanitäre Versorgung in der Region immer bedrohlicher werde. Laut Vereinter Nationen sind etwa im Libanon wegen der andauernden israelischen Luftangriffe rund 30.000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert worden.

CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sagte: "Im Moment sehe ich keine Massenflucht auf Europa zukommen." Zugleich sagte Throm: "Wir müssen aber wachsam bleiben. Wichtig ist, die Nachbarländer des Iran bei der Aufnahme von Schutzsuchenden auch durch die EU zu unterstützen."

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
politik | 68636053 |

Weitere Meldungen

Trump erneuert Drohung gegen Iran US-Präsident Donald Trump hat seine Drohung gegen den Iran erneuert, bei einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus die iranische Energieinfrastruktur ins Visier zu nehmen."Die Vereinigten Staaten von Amerika führen ernsthafte Gespräche mit einer neuen, vernünftigeren Regierung, um unsere Militäroperationen im Iran zu beenden", schrieb er am Montag bei seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. (Ausland, 30.03.2026 - 13:58) weiterlesen...

Irans Parlamentspräsident warnt USA vor Bodeninvasion Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA vor einer möglichen Bodeninvasion gewarnt.Laut iranischen Staatsmedien drohte er damit, US-Truppen "in Brand zu setzen" und Angriffe auf US-Verbündete zu intensivieren. (Ausland, 29.03.2026 - 14:11) weiterlesen...

Bericht: USA bereiten mögliche Bodenoffensive im Iran vor Die Vereinigten Staaten bereiten einem Medienbericht zufolge eine mögliche Bodeninvasion im Iran vor. (Ausland, 29.03.2026 - 08:21) weiterlesen...

Rufe aus der CDU nach deutschem Militäreinsatz am Golf Angesichts der jüngsten Gespräche für ein Ende des Iran-Kriegs pocht der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), auf einen deutschen Militäreinsatz in der Straße von Hormus."Die Stabilität im Golf ist für unsere sicherheitspolitischen Interessen von zentraler Bedeutung. (Politik, 27.03.2026 - 12:39) weiterlesen...

Ukraine verkündet Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien. Was das Abkommen für beide Länder bedeutet. Die Ukraine und Saudi-Arabien wollen nach ukrainischen Angaben bei Rüstung und Technologie enger zusammenarbeiten. (Ausland, 27.03.2026 - 11:16) weiterlesen...

Medien: Pentagon könnte 10.000 weitere Soldaten senden. Medienberichten zufolge erwägt Washington nun, Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Seit gut drei Wochen dauert der Iran-Krieg nun an. (Ausland, 27.03.2026 - 04:11) weiterlesen...