Nationalfeiertag: Schwesig zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr Frust Ostdeutscher
03.10.2024 - 13:17:28"Und deswegen verstehe ich Menschen, die auch enttĂ€uscht und verletzt sind." FĂŒr die meisten Menschen in den westdeutschen LĂ€ndern habe sich durch die Deutsche Einheit nicht viel geĂ€ndert, erklĂ€rte die MinisterprĂ€sidentin. "Aber fĂŒr uns Menschen in Ostdeutschland, fĂŒr unsere Familien, Ă€ndere sich hingegen fast alles. Angesichts dieser Erfahrung ist nachvollziehbar, dass die Sorge, das Erreichte könne wieder verloren gehen, in Ostdeutschland ausgeprĂ€gter ist." Der Osten bleibe anders, sagte Schwesig, die als aktuelle BundesratsprĂ€sidentin Gastgeberin des Festaktes war. Ăber die Unterschiede sei man in der Vergangenheit zu oft hinweggegangen. Man mĂŒsse Unterschiede jedoch ernst nehmen und auf Augenhöhe miteinander reden. Zudem mĂŒsse der Osten öfter fĂŒr seine Expertise wahrnehmbar werden, und nicht nur bei Problemen in den Fokus geraten. "Der Osten kann mit seinen Erfahrungen und Lösungen ganz Deutschland bereichern", sagte die MinisterprĂ€sidentin. Schwesig dankte ausdrĂŒcklich denjenigen, die bei den Montagsdemonstrationen auf die StraĂe gingen und die sich nicht sicher sein konnten, ob sie am Abend dafĂŒr im Stasi-Knast landen wĂŒrden. Als im Westen kaum jemand an VerĂ€nderung im Osten geglaubt habe, hĂ€tten die Menschen im Osten Freiheit und Demokratie gefordert. "Ich danke allen von Herzen, die damals so mutig, so aufrichtig waren", sagte die BundesratsprĂ€sidentin.


