WHO, Mpox-Ausbruch

WHO: Mpox-Ausbruch weiter gesundheitliche Notlage

22.11.2024 - 19:18:08

Die Mpox-AusbrĂŒche in afrikanischen Staaten stellen nach EinschĂ€tzung eines Experten-Gremiums weiterhin einen internationalen Gesundheitsnotstand dar.

Diese Einstufung sei gerechtfertigt, da die Zahl der FĂ€lle steige und die Ausbreitung in andere LĂ€nder anhalte, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einer Sitzung des Notfallausschusses mit.

Dieses Gremium aus gut einem Dutzend unabhĂ€ngiger Expertinnen und Experten trifft sich alle drei Monate, nachdem die WHO im August wegen Mpox (frĂŒher Affenpocken) einen Gesundheitsnotstand ausgerufen hatte. Es berĂ€t jeweils ĂŒber das weitere Vorgehen.

Gefahr fĂŒr kleine Kinder und immungeschwĂ€chte Menschen

FĂŒr Beunruhigung sorgte dieses Jahr die neue Virus-Klade 1b, die sich von der Demokratischen Republik Kongo aus ausgebreitet hat und womöglich schwerere Erkrankungen verursacht. Eine Mpox-Infektion verlĂ€uft normalerweise mild mit Hautausschlag und Fieber. Sie kann aber bei kleinen Kindern oder immungeschwĂ€chten Menschen tödlich sein.

Laut WHO wurden in afrikanischen LĂ€ndern in diesem Jahr bereits gut 50.000 VerdachtsfĂ€lle von Mpox allgemein gemeldet. 12.000 Mpox-Infektionen wurden im Labor nachgewiesen. Die EuropĂ€ische Gesundheitsbehörde schĂ€tzt das Mpox-Risiko fĂŒr die allgemeine Bevölkerung in Europa als gering ein. Im Oktober wurde erstmals eine Ansteckung mit der Klade Ib in Deutschland gemeldet. Die Person hatte sich im Ausland angesteckt.

Höchste Alarmstufe der WHO soll wachrĂŒtteln

Die ErklĂ€rung einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" (PHEIC) hat keine konkreten Folgen. Es ist aber die höchste Alarmstufe, die die WHO verhĂ€ngen kann. Die Maßnahme soll die internationale Gemeinschaft wachrĂŒtteln, damit sie alles tut, um die Ausbreitung einzudĂ€mmen. Eine solche Notlage erklĂ€rte die WHO auch zu Beginn der Corona-Pandemie.

In Sachen Mpox hat sich seit der NotlageerklĂ€rung im August einiges getan: So wurden neue Gelder fĂŒr EinsĂ€tze in den betroffenen Gebieten frei. Ebenso wurde die PrĂŒfung von möglichen Impfstoffen mit Hochdruck vorangetrieben. Die WHO erteilte fĂŒr einige eine Notfallzulassung, was die Verteilung erleichtert.

@ dpa.de