Bayern, Deutschland

Ehemaliger «Kräutergarten» wird Teil von KZ-Gedenkstätte

12.05.2026 - 13:55:58 | dpa.de

Die Nationalsozialisten haben im KZ Dachau Pflanzen gezüchtet – und dabei Menschen geschunden. Der berüchtigte Kräutergarten soll nun Teil der Gedenkstätte werden.

  • Der berüchtigte «Kräutergarten» auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau soll zu einer Gedenkstätte werden. (Archivbild) - Foto: Stefan Puchner/dpa
    Der berüchtigte «Kräutergarten» auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau soll zu einer Gedenkstätte werden. (Archivbild) - Foto: Stefan Puchner/dpa
  • Der Freistaat übernimmt laut Kabinettsbeschluss die Kosten für die notwendige Altlastensanierung sowie erste Maßnahmen zur erinnerungskulturellen Erschließung.  (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Der Freistaat übernimmt laut Kabinettsbeschluss die Kosten für die notwendige Altlastensanierung sowie erste Maßnahmen zur erinnerungskulturellen Erschließung. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
Der berüchtigte «Kräutergarten» auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau soll zu einer Gedenkstätte werden. (Archivbild) - Foto: Stefan Puchner/dpa Der Freistaat übernimmt laut Kabinettsbeschluss die Kosten für die notwendige Altlastensanierung sowie erste Maßnahmen zur erinnerungskulturellen Erschließung.  (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa

Der berüchtigte «Kräutergarten» des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau soll Teil der KZ-Gedenkstätte und somit Besuchern zugänglich gemacht werden. Das hat das bayerische Kabinett beschlossen. Diese und weitere Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Kampf gegen Antisemitismus und jede Form von Extremismus zu stärken. 

Unmenschliche Bedingungen

Auf dem verharmlosend «Kräutergarten» genannten Gelände betrieb die SS eine Versuchsgüteranstalt, in der KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen worden waren. Unter den Häftlingen war der Ort besonders gefürchtet und unter dem Namen «Plantage» bekannt. Die Umstände wurden unter anderem durch einen Dokumentarfilm bekannt, der sich mit dem Schicksal des KZ-Häftlings und Priesters Korbinian Aigner beschäftigt. 

Besucherrundweg

Der Freistaat übernimmt laut Kabinettsbeschluss die Kosten für die notwendige Altlastensanierung sowie erste Maßnahmen zur erinnerungskulturellen Erschließung. Geplant seien unter anderem ein Besucherrundweg und Informationsangebote am historischen Ort.

«Seit vielen Jahren setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, dass der historisch belastete Ort Kräutergarten mit seinen eindrücklichen Relikten angemessen erschlossen und in die pädagogische Arbeit der KZ-Gedenkstätte Dachau einbezogen wird», sagte der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller. «Nun gibt es eine klare Perspektive für die weitere Umsetzung.»

Auch im ehemaligen KZ Flossenbürg soll es Neuerungen geben: Das ehemalige Verwaltungs- und Gefolgschaftsgebäude im Bereich des historischen Steinbruchs werde weiterentwickelt und dauerhaft als Lern- und Erinnerungsort gesichert. 

Darüber hinaus werde die Überführung von Teilen des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII in die Stiftung Bayerische Gedenkstätten vorbereitet. Die erhaltenen historischen Relikte sollen dauerhaft gesichert werden. Schrittweise soll so ein professioneller Lern- und Gedenkort weiterentwickelt werden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69313431 |

Weitere Meldungen

Bewährungsstrafe für deutsche Klimaaktivistin Windl. Jüngst war die junge Deutsche auch an einer Aktion rund um das Privatflugzeug von Merz dabei. Prozess gegen «Klima-Kleber» in Wien: Unter den Verurteilten ist eine zentrale Figur der Protest-Szene. (Ausland, 12.05.2026 - 17:01) weiterlesen...

Munich Re: hoher Gewinn dank ausgebliebener Katastrophen. Die Munich Re profitiert von einem weitgehend katastrophenfreien Jahresauftakt. Versicherungen leben vom Geschäft mit Krankheit, Unfällen und Katastrophen. (Wirtschaft, 12.05.2026 - 10:21) weiterlesen...

«Ich hatte keine Freunde» - Mediensucht bei Jugendlichen. Erst eine Therapie half ihm, davon loszukommen. Jeden Tag verbrachte Jonas viele Stunden am Computer. (Unterhaltung, 12.05.2026 - 07:00) weiterlesen...

Coup: Bayern-Basketballer holen Ulms Sportdirektor Leibenath. Von Ex-Meister Ulm kommt Erfolgsmanager Thorsten Leibanath an die Isar. Dem FC Bayern Basketball ist ein Transfercoup in der Vereinsführung gelungen. (Politik, 11.05.2026 - 14:59) weiterlesen...

IW-Ranking: Cottbus entwickelt sich bundesweit am besten. Das Bundesland Baden-Württemberg schwächelt im Langzeitvergleich - Brandenburg hingegen kann deutlich zulegen. Forscher haben untersucht, wie sich die Regionen in Deutschland entwickeln. (Wirtschaft, 11.05.2026 - 12:19) weiterlesen...

IW-Regionalranking: Region München vorn - und Tirschenreuth In einer neuen Hitliste der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschland ist Bayern einmal mehr vorn - mit einer Überraschung in der Oberpfalz. (Boerse, 11.05.2026 - 12:11) weiterlesen...