USA, Museen

Metropolitan Museum und Neue Galerie in New York fusionieren

14.05.2026 - 16:30:26 | dpa.de

Die Neue Galerie in New York hat eine der berühmtesten Sammlungen deutscher und österreichischer Kunst. Nun geht sie mit dem renommierten Metropolitan Museum zusammen. Was erwartet Kunst-Fans?

  • Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
    Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
  • Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
    Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
  • Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
    Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
  • Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
    Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa
Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa Die Neue Galerie und das Metropolitan Museum wollen 2028 fusionieren. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa Das Metropolitan Museum gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. (Archivbild) - Foto: Christina Horsten/dpa

Das renommierte New Yorker Metropolitan Museum und die für ihre Sammlung deutscher und österreichischer Kunst berühmte Neue Galerie fusionieren. Ab 2028 werde die Neue Galerie als eine Art Außenstelle des schräg gegenüberliegenden Metropolitan Museums betrieben, sagte Museumsdirektor Max Hollein der Deutschen Presse-Agentur. Die 2001 vom Kosmetikunternehmer und Kunstsammler Ronald Lauder gegründete Neue Galerie werde dann offiziell «The Met Ronald S. Lauder Neue Galerie» heißen.

«Für die Kunstwelt bedeutet es, dass eine der wirklich besonders geliebten und
besonderen kulturellen Institutionen in New York - die Neue Galerie, die Ronald Lauder aufgebaut hat - nicht nur erhalten wird, sondern dass das weiterlebt als genau das Museum, als die Idee, wie es geboren wurde», sagte Hollein. Der 56 Jahre alte Österreicher ist seit 2018 Direktor des Metropolitan Museums. 

Metropolitan Museum bekommt «Ikonen der Kunstgeschichte» 

Zudem bekomme das Metropolitan Museum damit eine Sammlung von «Ikonen der Kunstgeschichte», sagte Hollein weiter - mit Werken von Künstlern wie Egon Schiele, Gabriele Münter, Oskar Kokoschka, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Franz Marc und Paul Klee. Damit werde «in einer unglaublich eindrucksvollen Form eine gewisse Lücke auch in der Sammlung des Metropolitan Museums» geschlossen.

Das 1870 gegründete Metropolitan Museum am Central Park in Manhattan hat eine umfassende Sammlung aus aller Welt von der Antike bis in die Moderne, rund sechs Millionen Besucher pro Jahr und gehört zu den berühmtesten und renommiertesten Museen der Welt. Mit den Cloisters im Norden Manhattans hat es bereits eine Außenstelle, wo hauptsächlich mittelalterliche Kunst gezeigt wird. Eine weitere Außenstelle für moderne und zeitgenössische Kunst - das unweit des Hauptgebäudes gelegene sogenannte «MetBreuer» - wurde 2020 nach wenigen Jahren wieder aufgegeben. 

«Goldene Adele» ist Star der Neuen Galerie

Star der Neuen Galerie ist das Gemälde «Adele Bloch-Bauer I» des österreichischen Jugendstilkünstlers Gustav Klimt (1862-1918), das Lauder 2006 zum damaligen Rekordpreis von 135 Millionen Dollar ersteigerte. Die «Goldene Adele» wurde zum Zuschauer-Magnet, zeitweise standen hunderte Menschen Schlange und bezahlten bis zu 50 Dollar, um das Werk aus der Nähe zu sehen. Der Zusammenschluss mit dem Metropolitan Museum werde das Vermächtnis seiner Neuen Galerie nun «für die Ewigkeit erhalten und stärken», sagte der 82 Jahre alte Lauder, der unter anderem auch Präsident des Jüdischen Weltkongresses ist.

Neben dem Gebäude - einem Jahrhundertwendebau an der noblen Fifth Avenue - und der aktuellen Sammlung wollen Lauder und sein Tochter Aerin dem Metropolitan Museum auch noch 13 Werke aus ihrer Privatsammlung schenken, darunter berühmte Gemälde von Klimt, Kirchner und Beckmann. Für den laufenden Betrieb der «Met Ronald S. Lauder Neuen Galerie» werde zudem ein Vermögensstock aufgesetzt, der bereits zu einem großen Teil finanziert sei, sagte Hollein.

Als Wiener sei er «etwas vorbelastet für die Begeisterung für diese Kunst», sagte Hollein. Es fasziniere ihn aber jetzt schon, welche Möglichkeiten für Ausstellungen sich aus dem Zusammenschluss der Sammlungen des Metropolitan Museums und der Neuen Galerie ergeben. «Ich glaube, dadurch entstehen natürlich ganz neue Perspektiven, Blickfelder und natürlich auch
Kontext.»

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