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NRW-Regierung steht 'voll und ganz' hinter GrĂŒnstahlprojekt von Thyssenkrupp

10.10.2024 - 12:15:23 | dpa.de

Die nordrhein-westfĂ€lische Landesregierung hĂ€lt an der UnterstĂŒtzung der von Thyssenkrupp DE0007500001 geplanten Anlage zur klimaschonenderen Stahlherstellung fest.

"Wir stehen voll und ganz zu unserer Entscheidung fĂŒr das Projekt", sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (GrĂŒne) in einer Sondersitzung des Landtags-Wirtschaftsausschusses. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Projekt in der bisher geplanten Form umgesetzt wird."

Die Thyssenkrupp-Stahlsparte will in Duisburg eine sogenannte Direktreduktionsanlage fĂŒr die GrĂŒnstahl-Produktion bauen, die mit Wasserstoff betrieben werden soll. Das Land fördert das bislang auf insgesamt drei Milliarden Euro veranschlagte Projekt mit rund 700 Millionen Euro, der Bund mit weiteren 1,3 Milliarden Euro. Rund 500 Millionen Euro Fördergelder sind schon geflossen, heißt es in Unternehmenskreisen. Davon kommt laut Neubaur ein "hoher zweistelliger Millionenbetrag" aus Nordrhein-Westfalen.

SPD-Fraktion beantragte Sondersitzung nach "Handelsblatt"-Bericht

Die SPD-Fraktion hatte die Sitzung beantragt. Anlass war ein Bericht des "Handelsblatts" vor wenigen Tagen. Darin berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider, dass der Stahlkonzern vier Szenarien prĂŒft. In einem davon könnte der Bau der Anlage, mit dem der Konzern bereits begonnen hat, vollstĂ€ndig gestoppt werden, hieß es.

"Thyssenkrupp steht unverĂ€ndert zu seinem Bekenntnis zur grĂŒnen Transformation und zur klimaneutralen Stahlproduktion", hatte Thyssenkrupp Steel den Bericht kommentiert. Und weiter: "Aktuell gehen wir davon aus, dass die Direktreduktionsanlage unter den gegebenen Rahmenbedingen realisiert werden kann." Ihren Antrag hatte die SPD mit "Direktreduktionsanlage bei Thyssenkrupp Steel vor dem Aus? - Droht damit die Transformation zu einer wasserstoffbasierten Industrie im Land zu scheitern?" ĂŒberschrieben.

Langfristig entstehe durch die wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage ein Bedarf von 140.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr, sagte Neubaur. "Thyssenkrupp Steel wird aber nicht der einzige große Abnehmer von Wasserstoff sein. Der Erfolg des Aufbaus der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und NRW hĂ€ngt nicht an einem einzelnen Wasserstoffprojekt", betonte die Ministerin. Man unterstĂŒtze auch weitere Projekte zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und zur Produktion grĂŒner Wasserstoffs. "Vor diesem Hintergrund werden wir uns als Landesregierung nicht weiter an Spekulationen beteiligen, was passiert, wenn das Projekt nicht umgesetzt wird."

Sie appelliere an alle Beteiligten, konstruktiv an Lösungen zu arbeiten fĂŒr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Stahlstandort insgesamt. "Ich bin ĂŒberzeugt davon, dass der klimaneutrale Umbau von ThyssenKrupp Steel die einzige Lösung fĂŒr das Fortbestehen des Unternehmens und damit zur Sicherung der ArbeitsplĂ€tze am Standort Duisburg sein wird."

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