Norwegen, Tiefseebergbau

Norwegen stoppt Tiefseebergbau vorerst - Greenpeace erleichtert

02.12.2024 - 21:22:49

Die norwegische Regierung hat ihre Tiefseebergbau-PlÀne gestoppt.

Die fĂŒr das kommende Jahr geplante Lizenzvergabe fĂŒr Tiefseebergbau in der Arktis wurde vorerst auf Eis gelegt, wie Norwegens MinisterprĂ€sident Jonas Gahr Store dem norwegischen Sender "TV2" sagte. "Dies ist ein Aufschub, kein Ende des Prozesses", schrĂ€nkte er jedoch ein. Greenpeace-Meeresexpertin Daniela von Schaper sieht in dem Aufschub dennoch einen Lichtblick fĂŒr die arktische Tiefsee: "Dies ist ein entscheidender Sieg im Kampf gegen den Tiefseebergbau in der Arktis. Norwegens Entscheidung kommt gerade noch rechtzeitig, denn schon im FrĂŒhjahr 2025 sollten die ersten Abbaulizenzen an diese zerstörerische Industrie vergeben werden", so von Schaper. Viel zu lange habe Norwegen versucht, "die Ausbeutung der Tiefsee im Schnellverfahren durchzuwinken, ohne die katastrophalen Konsequenzen zu bedenken", beklagte die Expertin.

Es sei gut, "dass dieser rĂŒcksichtslose Kurs gestoppt wird". Tiefseebergbau zerstöre wertvolle LebensrĂ€ume, die sich ĂŒber Jahrmillionen entwickelt hĂ€tten - LebensrĂ€ume, die fĂŒr das Überleben zahlloser Arten unverzichtbar seien, erklĂ€rte die Expertin. "Diese Entscheidung darf kein Einzelfall bleiben, sondern muss der Anfang vom Ende des Tiefseebergbaus sein", forderte die Umweltaktivistin.

@ dts-nachrichtenagentur.de