Opposition kritisiert Bafög-Reform
16.05.2024 - 13:55:17 | dpa.deDiese gebe keine Antwort auf die steigenden Lebenshaltungskosten. "Mieten, Essen, Sprit, Energie, alles wird teurer", sagte die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön (CDU) am Donnerstag bei der ersten Beratung des Gesetzes im Bundestag. Beim BĂŒrgergeld habe es eine ĂŒppige Erhöhung gegeben und junge Menschen stĂŒnden im Regen. Das sei die falsche PrioritĂ€tensetzung. Ăhnliche Kritik kam von anderen Oppositionspolitikern.
Die Reform sieht vor, dass StudienanfĂ€nger aus Ă€rmeren Familien ab Herbst vom Staat 1000 Euro Startgeld - eine sogenannte Studienstarthilfe - fĂŒr die Anschaffung eines Laptops, fĂŒr LehrbĂŒcher oder zur Finanzierung des Umzugs zum Studienort bekommen können. Das eigentliche Bafög steigt nicht. Es war zuletzt zum Wintersemester 2022/23 um 5,75 Prozent erhöht worden. Mit der Reform sollen auĂerdem FreibetrĂ€ge weiter angehoben werden: Eigenes Einkommen und das der Eltern sollen weniger stark angerechnet werden, um den Kreis der Bafög-EmpfĂ€nger zu vergröĂern.
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) verteidigte die PlĂ€ne. Die Bafög-SĂ€tze seien zu Beginn der Legislaturperiode deutlich erhöht und der Wohnkostenzuschlag ĂŒberproportional aufgestockt worden, sagte sie in der Debatte.
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