Opec, FörderkĂŒrzung

Opec: Beschlossene FörderkĂŒrzung wird nur teilweise umgesetzt

13.02.2024 - 16:09:05

Die Organisation Erdöl exportierender LĂ€nder (Opec) hat eine beschlossene FörderkĂŒrzung nur teilweise umgesetzt.

WĂ€hrend die Opec-Staaten Kuwait und Algerien entsprechend ihrem Anteil die Produktion verringert haben, ist die Reduzierung Iraks weit hinter dem vereinbarten Betrag zurĂŒckgeblieben, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht des Kartells hervorgeht.

Im Januar sei die irakische Fördermenge tatsĂ€chlich um 98 000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag gekĂŒrzt worden, hieß es in dem Bericht. Dies entspreche aber nur etwa einem Drittel der zugesagten Reduzierung.

Der Ölverbund Opec+, in dem neben den Opec-Staaten auch andere wichtige FörderlĂ€nder wie Russland organisiert sind, hatte Ende November beschlossen, eine FörderkĂŒrzung auch im ersten Quartal einzuhalten. Die Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland sagten zu, ihre bestehenden EinschrĂ€nkungen von insgesamt 1,3 Millionen Fass pro Tag bis MĂ€rz beizubehalten. Sechs weitere Mitglieder des Verbundes sollten demnach ihre tĂ€glichen Fördermengen im ersten Quartal 2024 zusĂ€tzlich um fast 700 000 Fass Rohöl drosseln.

Die russische Fördermenge bezifferte Opec im Dezember auf durchschnittlich 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Russland habe damit die im vergangenen Jahr beschlossene KĂŒrzung der Fördermenge um 0,5 Millionen Barrel pro Tag zum Jahresende in etwa eingehalten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Opec-Kreise berichtet, lag die russische Fördermenge vor dem KĂŒrzungsbeschluss bei 9,95 Millionen Barrel pro Tag.

Wie aus dem Monatsbericht weiter hervorgeht, hat Opec ihre Nachfrageprognose fĂŒr das laufende Jahr bestĂ€tigt. 2024 werde mit einem Anstieg der Nachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag auf durchschnittlich etwas mehr als 104 Millionen Barrel pro Tag gerechnet. Damit bleibt die Prognose im Vergleich zum vorherigen Monatsbericht kaum verĂ€ndert. Vor allem China bleibe ein wichtiger Treiber der weltweiten Nachfrage nach Rohöl, hieß es im Bericht.

@ dpa.de