Landesministerin, DFB

Landesministerin: DFB und DFL mĂŒssen fĂŒr Sicherheit sorgen

18.10.2024 - 05:30:35 | dpa.de

Die Politik fordert ein entschlossenes Handeln von DFB und DFL, um Gewalt bei Fußballspielen zu verhindern. In Niedersachsen gab es bereits einen Teilausschluss von GĂ€stefans. Auch Hamburg fordert.

Niedersachsens Innenministerin Behrens hatte in den vergangenen Monaten auf einen Ausschluss aller GÀstefans beim Derby Braunschweig gegen Hannover gedrÀngt. (Archivbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Niedersachsens Innenministerin Behrens hatte in den vergangenen Monaten auf einen Ausschluss aller GÀstefans beim Derby Braunschweig gegen Hannover gedrÀngt. (Archivbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert die FußballverbĂ€nde auf, mehr gegen Gewaltexzesse bei den Spielen zu unternehmen. «Die Sicherheit in den Stadien liegt in der Verantwortung der Vereine, sie sind die Veranstalter», sagte die SPD-Politikerin vor einem SpitzengesprĂ€ch zur Gewalt im Fußball, das heute in MĂŒnchen stattfindet. Die Polizei sei fĂŒr die Sicherheit im öffentlichen Raum zustĂ€ndig.

Zu dem GesprĂ€ch in MĂŒnchen hat der Vorsitzende der Sportministerkonferenz, der bayerische Minister Joachim Herrmann (CSU), eingeladen. Teilnehmen werden Sport- und Innenminister der LĂ€nder, DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke.

DFB und DFL in der Pflicht

Behrens sagte, sie erwarte von dem Treffen, dass der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga zu ihrer Verantwortung stehen. «Dazu gehört fĂŒr mich, dass sie ihre eigenen Sicherheitsrichtlinien in die Praxis umsetzen und fĂŒr ein gewaltfreies Fußballerlebnis fĂŒr alle Fans sorgen. Dass einzelne Gruppen massiv den Ablauf von Spielen durch ihre gewalttĂ€tigen Aktionen stören, ist fĂŒr mich nicht hinnehmbar.» Es brauche ein konsequentes Handeln aller Akteure. «Hier sehe ich DFB und DFL in der Pflicht.»

Behrens hatte in den vergangenen Monaten nach Ausschreitungen beim Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig lange darauf gedrÀngt, das Zweitliga-Duell in dieser Saison ohne GÀstefans auszutragen. Heraus kam am Ende ein Teilausschluss der 96-AnhÀnger bei der Begegnung in Braunschweig Anfang Oktober.

Hamburg-Senator: Verbindliche Verabredungen

Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote, zugleich Sprecher der A-LĂ€nder in der Innen- und in der Sportministerkonferenz, erklĂ€rte: «Wir alle lieben den Fußball und wissen um die positive Kraft dieses Sports, aber wir können die regelmĂ€ĂŸigen gravierenden GewaltvorfĂ€lle nicht einfach hinnehmen.» Man sei schon lange an einem Punkt, wo der Großteil der Menschen und auch die Fans es leid sei, immer wieder Gewalt und Auseinandersetzungen bei Fußballspielen zu erleben. Es brauche «jetzt endlich gemeinsame verbindliche Verabredungen», sagte Grote.

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