Anschlagsplan, EntschÀrfung

Nach mutmaßlichem Anschlagsplan: EntschĂ€rfung geplant

22.02.2025 - 13:21:56

Die Polizei hat bei der Durchsuchung einer Wohnung möglicherweise Sprengstoff gefunden. Der Gegenstand soll nun entschĂ€rft werden. Er steht im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Anschlagsplan.

Nach einem möglichen Sprengstofffund bei einer Wohnungsdurchsuchung in Potsdam soll der verdĂ€chtige Gegenstand entschĂ€rft werden. Das sagte eine Sprecherin der Polizei. Der «sprengstoffverdĂ€chtige Gegenstand» war vorher aus der Wohnung abtransportiert worden. Der Polizeieinsatz steht im Zusammenhang mit der Festnahme eines 18-JĂ€hrigen vom Freitag wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans.

Die EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten einen sprengstoffĂ€hnlichen Gegenstand in der Wohnung gefunden, sagte die Sprecherin. Worum es sich genau handelte, ließ sie offen. Im Anschluss evakuierten die Beamten das Wohnhaus und angrenzende GebĂ€ude. 

Anwohner evakuiert

Anwohner beschrieben, wie sie am Morgen von der Polizei gebeten wurden, ihre Wohnungen fĂŒr etwa eine halbe Stunde zu verlassen. Der Grund wurde ihnen nicht genannt, wie mehrere der Anwohner berichteten. Am spĂ€ten Vormittag konnten sie zurĂŒck in ihre Wohnungen. Die PolizeikrĂ€fte rĂŒckten nach und nach ab.

18-jÀhriger VerdÀchtiger soll in Potsdam wohnen

Die Polizei hatte am Freitag einen 18 Jahre alten VerdÀchtigen am Hauptstadtflughafen BER festgenommen. Er kam in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Behörden soll der 18-JÀhrige einen politisch motivierten Anschlag in Berlin geplant haben. Ziel sollte die israelische Botschaft sein, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. 

Er steht nach dpa-Informationen auch im Verdacht, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschließen zu wollen. Demnach wollte er vom BER aus Deutschland verlassen, um sich dem IS anzuschließen. Der 18-JĂ€hrige lebt nach dpa-Informationen in Potsdam und ist Tschetschene. Ob es sich bei der durchsuchten Wohnung um die des VerdĂ€chtigen handelte, blieb unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg fĂŒhrt die Ermittlungen in dem Verfahren, war am Samstag jedoch nicht telefonisch zu erreichen.

Nach Angaben der Nachbarn leben in dem Haus, in der sich die durchsuchte Wohnung befindet, relativ viele junge Menschen. Bisher sei es jedoch dort immer verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig ruhig geblieben. Die Wohnung befindet sich in einem Neubauquartier im SĂŒden Potsdams. In dem Gebiet leben verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viele russischsprachige Menschen.

@ dpa.de