KMK-PrÀsidentin, Einigung

KMK-PrÀsidentin dringt auf Einigung beim Digitalpakt 2.0

08.10.2024 - 06:32:09

Die PrĂ€sidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) dringt mit Nachdruck auf eine Einigung mit dem Bund fĂŒr die Finanzierung des Digitalpakts 2.0. Ziel bleibe weiter, dass dieser im nĂ€chsten Jahr startet, sagte Christine Streichert-Clivot (SPD), die auch saarlĂ€ndische Bildungsministerin ist, der Deutschen Presse-Agentur in SaarbrĂŒcken.Noch gebe es aber keinen Verhandlungsdurchbruch.

Die PrĂ€sidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) dringt mit Nachdruck auf eine Einigung mit dem Bund fĂŒr die Finanzierung des Digitalpakts 2.0. Ziel bleibe weiter, dass dieser im nĂ€chsten Jahr startet, sagte Christine Streichert-Clivot (SPD), die auch saarlĂ€ndische Bildungsministerin ist, der Deutschen Presse-Agentur in SaarbrĂŒcken.

Noch gebe es aber keinen Verhandlungsdurchbruch. Im Bundeshaushalt fĂŒr das nĂ€chste Jahr sei noch kein Finanzierungsvorschlag hinterlegt. "Das macht es fĂŒr uns nicht leichter." Auch eine VerstĂ€ndigung ĂŒber die Co-Finanzierung von LĂ€nderseite liege bislang nicht vor.

In den einzelnen BundeslĂ€ndern liefen die Haushaltsverhandlungen. Die Eltern, SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sowie die SchultrĂ€ger brauchten Planungssicherheit. "Deswegen ist eine Einigung sehr dringend notwendig", betonte die KMK-PrĂ€sidentin. Die Digitalisierung schreite "mit großen und dynamischen Schritten voran".

Angebot der Bundesbildungsministerin nicht ausreichend

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat bislang angeboten, den Digitalpakt 2.0 ab dem kommenden Jahr bis 2030 mit insgesamt bis zu fĂŒnf Milliarden Euro auszustatten. Von der Summe sollen die LĂ€nder die HĂ€lfte tragen. Zudem soll es nur noch eine einmalige VerlĂ€ngerung der finanziellen UnterstĂŒtzung vom Bund geben. Diese AnkĂŒndigungen werden von den LĂ€ndern als unzureichend abgelehnt.

Beim ersten Digitalpakt, der im Mai auslief, hatte sich der Bund seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt. Damit hatte er 90 Prozent der Ausgaben fĂŒr die Digitalisierung in den Schulen wie Laptops und digitale Tafeln finanziert. Die restlichen zehn Prozent wurden von LĂ€ndern und Kommunen getragen. Berlin will jetzt maximal noch 50 Prozent finanzieren.

Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung der Digitalisierung fĂŒr die Schulen sei das zu wenig, sagte Streichert-Clivot. "Wir mĂŒssen in eine nachhaltige Finanzierung einsteigen." Aus der Digitalisierung werde man nicht mehr aussteigen können.

Am Donnerstag findet die erste Konferenz der Bildungsministerinnen und Bildungsminister statt. Auch Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger wird erwartet. "Das ist gutes Signal", sagte Streichert-Clivot.

@ dpa.de