Rotes, Kreuz

Rotes Kreuz kritisiert geringes Taschengeld bei Freiwilligendiensten

06.08.2025 - 01:00:00

Die PrĂ€sidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat die SĂ€tze beim Taschengeld fĂŒr Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als zu gering kritisiert.

Da die EinfĂŒhrung eines Pflichtdienstes mit "rechtlichen strukturellen und finanziellen HĂŒrden" verbunden sei, mĂŒsse man Freiwilligendienste stĂ€rken, sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). "Diese sind momentan nicht besonders attraktiv und angesichts eines Taschengelds von 150 bis 300 Euro im Monat oft nur eine Angelegenheit fĂŒr Kinder von finanziell gut aufgestellten Eltern", sagte Hasselfeldt. Die PrĂ€sidentin des Roten Kreuzes forderte, dass sich die Höhe des Taschengeldes am Bafög-Satz orientieren solle. ZusĂ€tzliche AttraktivitĂ€t könne man schaffen, indem man "zum Beispiel ein Deutschlandticket dazu bekommt und man könnte bundesweit identische Vorgaben machen, was die Anerkennung eines solchen Dienstes fĂŒr StudienplĂ€tze angeht". Im Zuge der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geplanten Reform des freiwilligen Wehrdiensts plĂ€dierte Hasselfeldt fĂŒr einen Hinweis auf den Freiwilligendienst.

"Wenn Verteidigungsminister Pistorius jetzt alle 18-JĂ€hrigen anschreiben will, dann wĂŒnsche ich mir wenigstens einen Satz zum Freiwilligendienst." Freiwilligendienste seien nicht nur fĂŒr die Gesellschaft, sondern auch fĂŒr die Jugendlichen wichtig, sagte die DRK-PrĂ€sidentin. "Viele sind bereit, nach einem solchen Dienst eine Ausbildung im sozialen Bereich zu machen, können sich persönlich entwickeln - und viele arbeiten spĂ€ter auch ehrenamtlich."

@ dts-nachrichtenagentur.de