DRK-PrÀsidentin, Bezahlung

DRK-PrĂ€sidentin fordert bessere Bezahlung fĂŒr Freiwilligendienste

02.01.2024 - 02:00:00

Die PrÀsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, fordert eine deutliche StÀrkung der Freiwilligendienste in Deutschland.

"Das fÀngt beim Taschengeld an, den Dienst kann sich eigentlich nur ein Jugendlicher leisten, der gut verdienende Eltern hat", sagte sie der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Hasselfeldt ergÀnzte, das Taschengeld betrage je nach Einsatzstelle zwischen 150 und knapp 400 Euro.

"Die GrĂ¶ĂŸenordnung des Bafögs wĂ€re eine angemessene Richtschnur." Auch mĂŒsse die TĂ€tigkeit mehr anerkannt werden. "Bei der Zulassung zum Studium, bei der Dauer einer beruflichen Ausbildung oder aber bei der Nutzung von kulturellen Einrichtungen muss es Vorteile geben." Völlig indiskutabel sei es, "dass auch hier zwischenzeitlich KĂŒrzungen vorgesehen waren und das in einer Zeit, in der mancher ĂŒber einen Pflichtdienst nachdenkt, dessen EinfĂŒhrung rund zwölf Milliarden Euro kostet". Es gehe bei den Freiwilligendiensten insgesamt um 328 Millionen Euro. "Wir brauchen eine deutliche Erhöhung dieses Ansatzes, um junge Menschen wieder fĂŒr eine ehrenamtliche soziale TĂ€tigkeit zu gewinnen", so die DRK-PrĂ€sidentin. Angesichts einer Zunahme von Hochwasserkatastrophen fordert sie zudem bessere Vorsorgemaßnahmen. "Wir brauchen mehr und bessere Ausstattung fĂŒr KatastrophenfĂ€lle in Deutschland", sagte sie. "Die Defizite sind eklatant, insbesondere bei der materiellen Ausstattung." Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal sei das Bewusstsein der politisch Verantwortlichen fĂŒr den Bevölkerungsschutz gestiegen. "Davon ist jetzt nicht mehr viel ĂŒbrig." Es gebe ein Konzept, aber dessen Umsetzung stocke aufgrund sehr begrenzter Haushaltsmittel. Politischer Konsens sei es gewesen, "zehn mobile Betreuungsmodule fĂŒr den Einsatz bei zerstörter Infrastruktur zu beschaffen. Bisher gibt es nur eins." Mit einem Modul könnten jeweils bis zu 5.000 Menschen aufgenommen, betreut und umfassend versorgt werden. "Wir reden die Krisen nicht herbei, aber es ist absehbar, dass wir immer öfter von Katastrophen betroffen sein werden", sagte Hasselfeldt. Deswegen mĂŒssten der Zusage aus der Politik nun Taten folgen.

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