Union und SPD gegen Komplett-Abschaffung freiwilliger Leistungen
Veröffentlicht am: 23.02.2026 um 19:18 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDer Vorsitzende der KassenÀrztlichen Vereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte gefordert, die freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen komplett abzuschaffen. Dazu zÀhlen etwa professionelle Zahnreinigungen, aber auch umstrittene Behandlungsmethoden wie Homöopathie.
"Symboldebatten ĂŒber freiwillige Leistungen helfen nicht weiter", sagte CDU-Gesundheitsexpertin Simone Borchardt. Sie pocht auf "echte Strukturreformen", etwa bei der Effizienz in der Versorgung und dem Abbau von Doppelstrukturen. Auch wĂŒrde die Abschaffung freiwilliger Leistungen die "strukturellen Finanzprobleme" der gesetzlichen Krankenversicherung nicht lösen.
Ăhnlich argumentiert SPD-Mann Pantazis. Leistungen ohne wissenschaftlich belegbaren Nutzen gehörten zwar auf den PrĂŒfstand, sagte er. "Gleichzeitig mĂŒssen wir aber ehrlich bleiben: Selbst, wenn freiwillige Satzungsleistungen in einer GröĂenordnung von rund einer Milliarde Euro eingespart wĂŒrden, betrifft das nur einen Bruchteil der GKV-Gesamtausgaben von ĂŒber 300 Milliarden Euro jĂ€hrlich."
