Studie, Ukraine-Krieg

Studie: Ukraine-Krieg fĂŒhrt zu Anstieg der Klimaemissionen

13.06.2024 - 13:50:46

Die russische Invasion in der Ukraine hat laut einer neuen Studie zu zusĂ€tzlichen klimaschĂ€dlichen Emissionen in Höhe von 175 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent (CO2e) gefĂŒhrt.

Eine Klima-Reparationsforderung von 32 Milliarden US-Dollar sei deshalb berechtigt, so die Autoren der Untersuchung der "Initiative On Greenhouse Gas Accounting Of War", ĂŒber die der RBB berichtet. Die von den Autoren errechneten rein kriegsbedingten zusĂ€tzlichen Emissionen sollen inzwischen dem jĂ€hrlichen CO2-Ausstoß der Niederlande entsprechen oder der jĂ€hrlichen Nutzung von 90 Millionen Autos. Auf 120 Seiten listet der Bericht dutzende Emissionsquellen auf.

Sie betreffen die Kriegshandlungen an sich, den derzeitigen und zukĂŒnftigen Wiederaufbau der Infrastruktur, zusĂ€tzlich ausgedehnte BrĂ€nde auf dem Staatsgebiet der Ukraine, die Fluchtbewegungen der Menschen, aber auch die Klimabelastung durch den Rohstoff- und Energieaufwand fĂŒr die AufrĂŒstung in Europa. Betroffen ist darĂŒber hinaus auch der zivile internationale Luftverkehr. Durch die wegen der Sanktionen und Kampfhandlungen gesperrten LuftrĂ€ume in der Ukraine, in Weißrussland und Russland sehen sich die Fluggesellschaften - mit Ausnahme der chinesischen - gezwungen, ihre InterkontinentalflĂŒge weitrĂ€umig umzuleiten. Die Berichterstatter gehen deswegen von einem Plus von mindestens 24 Millionen Tonnen CO2e seit Kriegsbeginn aus. Nach einem Beschluss der UN-Vollversammlung und entsprechenden europĂ€ischen Initiativen wie dem Schadensregister, welches beim Europarat gefĂŒhrt wird, sollen KlimaschĂ€den in die Berechnung der durch Russland verursachten Kriegskosten einbezogen werden. Nach Berechnung der Mitglieder der Initiative mĂŒsste Russland aktuell mehr als 32 Milliarden Dollar allein fĂŒr die KlimaschĂ€den als Reparationskosten zahlen. Die "Initiative GHG Accounting Of War" legt mit dem aktuellen Report die vierte Fortschreibung ihrer 2022 begonnen Berechnungen vor. Sie wird gefördert von der deutschen und der schwedischen Regierung und internationalen Klimaschutz-Institutionen.

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