Saar-MinisterprÀsidentin drÀngt auf rasche Schuldenreform
26.11.2024 - 16:48:46Dieser hatte sich im "Stern" offen fĂŒr eine Reform der Schuldenregeln der LĂ€nder gezeigt. "Wir wollen die Schuldenbremse grundsĂ€tzlich behalten. Allerdings sollten Bund und LĂ€nder dieselben Schuldenregeln haben", sagte Söder. Bisher hatte sich Söder zurĂŒckhaltend gezeigt. Rehlinger zeigte sich erfreut ĂŒber den VorstoĂ aus Bayern. "Wir BundeslĂ€nder haben alle die gleichen Probleme mit der Schuldenbremse", sagte die SPD-Politikerin. "Immer mehr unionsgefĂŒhrte LĂ€nder sagen das mittlerweile, nun bewegt sich anscheinend auch Herr Söder." Allerdings reiche die von Söder aufgestellte Forderung nicht aus, glaubt Rehlinger. "FĂŒr die Investitionsbedarfe in Deutschland wird eine Ăffnung fĂŒr die LĂ€nder aber nicht reichen." Der Bundesverband der Industrie (BDI) fordere zum Beispiel Investitionen von 400 Milliarden Euro in den nĂ€chsten zehn Jahren. Dies sei ohne eine weitergehende Reform der Schuldenbremse nicht leistbar. "Die aktuelle Form der Schuldenbremse ist zur Zukunftsbremse geworden", sagte Rehlinger. FĂŒr die LĂ€nder gilt bisher ein Verbot der Neuverschuldung, wĂ€hrend die Bundesregierung Schulden von bis zu 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufnehmen darf. Zuletzt hatte auch Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz eine Reform der Schuldenbremse nicht mehr ausgeschlossen. Auch mehrere LĂ€nderchefs der CDU plĂ€dierten in den vergangenen Monaten schon fĂŒr eine Reform der Schuldenbremse, darunter Kai Wegner (Berlin), Daniel GĂŒnther (Schleswig-Holstein) und Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt).


