SAR, HES

Rehlinger und Rhein drohen mit Scheitern von Sozialreformen

14.06.2026 - 13:02:27 | dts-nachrichtenagentur.de

Die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) drĂ€ngt darauf, dass die von der Bundesregierung geplanten Sozialreformen nicht zulasten der LĂ€nderhaushalte gehen dĂŒrften.

Rehlinger und Rhein drohen mit Scheitern von Sozialreformen
SAR - Sitzung des Bundesrates (Archiv) 14.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Es sei die gemeinsame Verantwortung von CDU/CSU und SPD, eine Gegenfinanzierung fĂŒr notwendige Entlastungen zu erarbeiten, sagte Rehlinger der "Welt".

Sollte es nicht mal ansatzweise eine Gegenfinanzierung geben, wĂŒrden Reformen im Bundesrat scheitern, denn eine milliardenschwere Mehrbelastung werde sich auch beim besten Willen kein Bundesland leisten können. Oberstes Ziel der Bundesregierung mĂŒsse neues Wirtschaftswachstum sein. "Das ist die zentrale Herausforderung unseres Landes. Durch SozialkĂŒrzungen entsteht kein einziger Arbeitsplatz", so Rehlinger.

Rehlingers hessischer Amtskollege Boris Rhein (CDU) sagte, Deutschland brauche einen Reform-Restart. Die Zukunft der Bundesregierung hĂ€nge davon ab, ob es ihr gelinge, das Land wieder wettbewerbsfĂ€higer, leistungsfĂ€higer und wirtschaftlich stĂ€rker zu machen. Ein solcher Restart könne aber nur dann dauerhaft wirken, wenn er solide finanziert sei. LĂ€nder und Kommunen stießen finanziell schon jetzt an ihre Grenzen. Deshalb gelte der im Koalitionsvertrag festgeschriebene Grundsatz: Wer bestellt, der bezahlt. Hessen werde alle Reformvorhaben danach bewerten, ob sie das Land wirtschaftlich voranbringen, die Leistungsbereitschaft stĂ€rken und finanziell solide ausgestaltet seien.

de | politik | 69538440 |