Rehlinger drĂ€ngt Bund zu Voraussetzungen fĂŒr Infrastrukturausgaben
26.05.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, bereits mit dem Bundeshaushalt 2025 die Voraussetzung zu schaffen, um das Sondervermögen fĂŒr die Infrastruktur investieren zu können.
Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Zugleich warnte sie vor zusĂ€tzlichen Belastungen durch den Bund fĂŒr LĂ€nder und Kommunen: "Die Bundesregierung macht Wirtschaftswachstum zur PrioritĂ€t und Lars Klingbeil macht dafĂŒr ordentlich Tempo", sagte Rehlinger der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Die verabredeten Investitionen mĂŒssten schnell auf die StraĂe, die Schiene und in die Schule kommen.
"Das Gesetz mit den relevanten MaĂgaben und Kriterien sollte die Bundesregierung bereits mit dem Bundeshaushalt 2025 auf den Weg bringen. Wir LĂ€nder wollen, dass die Investitionen nicht einfach versickern, sondern einen tatsĂ€chlichen Impuls fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung bringen", sagte Rehlinger.
Sie warnte vor dem Hintergrund vor zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr LĂ€nder und Kommunen im geplanten Bundeshaushalt: "DafĂŒr mĂŒssen wir bei allen kommenden MaĂnahmen die kommunalen und die LĂ€nderhaushalte vor gravierenden neuen Belastungen schĂŒtzen, sonst kann dort niemand mehr investieren", mahnte die SPD-Regierungschefin.
Unterdessen fordern auch MinisterprÀsidenten der CDU eine rasche Umsetzung des 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögens, von dem auch die BundeslÀnder profitieren sollen.
"Das Sondervermögen fĂŒr unsere Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz hat das Potenzial fĂŒr einen starken Investitions-Impuls in Deutschland", sagte der hessische MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) der "Rheinischen Post".
"Jetzt kommt es darauf an, dass der Bund schnellstmöglich die AusfĂŒhrungsbestimmungen erarbeitet, um Planungs- und Investitionssicherheit herzustellen - bestenfalls noch vor der Sommerpause. Das Geld muss zĂŒgig in den LĂ€ndern ankommen", forderte Rhein.
Den LĂ€ndern sollen 100 der insgesamt 500 Milliarden Euro aus dem Sondertopf zuflieĂen, um daraus Investitionen zu finanzieren. Rhein sagte zudem: "AuĂerdem muss es verbunden werden mit einem Paket fĂŒr Planungsbeschleunigung, damit die Investitionen schnell wirken können. Dann haben wir die Chance, wirksame Wachstumsimpulse fĂŒr unsere Wirtschaft zu setzen und unsere Verkehrswege, Schulen und die digitale Infrastruktur zu modernisieren."
Auch der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer hob die Bedeutung einer unbĂŒrokratischen Umsetzung hervor. "Wir haben die GrundgesetzĂ€nderung zwischen Bund und LĂ€ndern vereinbart. Uns LĂ€ndern war eine unbĂŒrokratische Abwicklung wichtig", sagte Kretschmer der "Rheinischen Post". Es gehe um "substanzielle Zukunftsinvestitionen" - in StraĂen und Schienen, in Energieinfrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz, so der CDU-Politiker.
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