Rehlinger, Krisentreffen

Rehlinger schlÀgt Krisentreffen mit Bauern vor

11.01.2024 - 00:00:00

Die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) hat angesichts der Bauernproteste gegen die geplanten KĂŒrzungen bei den Agrarsubventionen ein Krisentreffen von Bauern, Bund und LĂ€ndern vorgeschlagen.

"Bundesregierung und Bauern sollten sich jetzt - gerne auch mit den LĂ€ndern - an einen Tisch setzen und ĂŒber eine Lösung reden", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). "Die kann darin bestehen, die KĂŒrzungen komplett zurĂŒckzunehmen oder in einer Kompensation an anderer Stelle." Um welche Art von Ausgleich es sich dabei handeln könnte, ließ Rehlinger offen. Wie Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) beklagte sie, dass die Ampel-Regierung die PlĂ€ne nicht vorab kommuniziert habe.

Schwesig sagte dem RND, wenn Entscheidungen getroffen werden, mĂŒsse vorher miteinander gesprochen werden. "Auch Kompromisse sollten gemeinsam gefunden werden", so Schwesig. Sie habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung die Menschen im lĂ€ndlichen Raum besonders belasteten. Das treffe beispielsweise nicht nur auf die Landwirte, sondern auch auf die Pendler zu. "Auch die hohen Netzentgelte sind seit Jahren eine Ungerechtigkeit." Bei der Diskussion um den Agrardiesel gehe es auch um den Umgang miteinander. Die Bundesregierung mĂŒsse die Landwirte dringend an den Tisch holen und einen gemeinsamen Plan fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Landwirtschaft entwickeln. "Umstellungen gehen nicht von heute auf morgen, sondern brauchen Planungssicherheit und UnterstĂŒtzung." Rehlinger erklĂ€rte, es sei ein Fehler der Bundesregierung gewesen, "die abrupte KĂŒrzung bei KfZ-Steuer und Agrar-Diesel mit niemandem vorher zu besprechen". FĂŒr viele Bauern sei das aber nur der Tropfen gewesen, "der ein Fass zum Überlaufen brachte, das unter Verantwortung von Unionsministern bis an den Rand gefĂŒllt wurde", so Rehlinger. Die Landwirte verlangten vor allem nach mehr Respekt und Anerkennung fĂŒr ihre Arbeit sowie Planungssicherheit von der Politik.

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