Rehlinger verteidigt Bas gegen Arbeitgeberkritik
04.12.2025 - 14:49:11Am Wochenende hatte Bas beim Juso-Bundeskongress gesagt, man mĂŒsse gegen die Arbeitgeber "kĂ€mpfen". "Wir sind in der SPD keine KlassenkĂ€mpfer, sondern klasse KĂ€mpfer fĂŒr Arbeitnehmerinteressen", sagte Rehlinger. Die Sozialdemokratie sei stark, wenn sie fĂŒr die BeschĂ€ftigten streitet, auch mit Arbeitgebern, sagte die SPD-Vizechefin. Sie macht die Union dafĂŒr verantwortlich, dass die Bundesregierung unbeliebt ist. Die handwerklichen Fehler hĂ€tten einen "erheblichen Anteil" daran, sagte sie der FAZ. "Die Bundesregierung insgesamt ist in schwerem Fahrwasser, aber das liegt aktuell ja wirklich nicht an der SPD. Der Zuspruch zur Koalition könnte besser sein, wenn die Regierungstechnik stimmt", sagte Rehlinger. Die BĂŒrger erwarteten, dass die Bundesregierung ihre Arbeit mache und sich nicht in wochenlangen Streitereien ergehe. Rehlinger geht davon aus, dass der Bundestag der Rentenreform am Freitag zustimmt. Dem Entwurf habe die komplette Regierung bis hin zum Kanzler zugestimmt. "Es ist ein Problem, wenn der Kanzler zum wiederholten Mal keine Mehrheit in den eigenen Reihen findet." Ein anderes Problem sei, dass die Union "unrealistische Erwartungen" im Wahlkampf geweckt hĂ€tte. "Herr Merz hat den Eindruck erweckt, dass die Wirtschaft brummt, sobald er regiert. So einfach ist es aber nicht", sagte Rehlinger. Ăhnlich sei es beim BĂŒrgergeld, bei dem die Union im Wahlkampf einen zweistelligen Milliardenbetrag einsparen wollte. "Das war einfach nicht seriös und sie hatte auch keinen einzigen Vorschlag dafĂŒr." Die AnkĂŒndigung des "Herbst der Reformen" durch den Bundeskanzler sei aufgrund des eigenen Zeitplans nicht einzuhalten gewesen. "So produziert man EnttĂ€uschung", so Rehlinger. Den steigenden Zuspruch fĂŒr die AfD hat laut Rehlinger "auch mit der verbreiteten Sorge vor der Zukunft zu tun". Laut einer Umfrage aus dieser Woche steigt die Zustimmung fĂŒr die AfD im Saarland auf 23 Prozent, 2022 erreichte die Partei 5,7 Prozent. "Ich sehe es als Auftrag: DafĂŒr zu sorgen, dass die Menschen begrĂŒndete Hoffnung auf die Zukunft haben können. Und vielleicht sogar wieder Lust auf Morgen", sagte Rehlinger.


