Deutlicher Anstieg der SchleuserkriminalitÀt seit 2021
14.10.2023 - 08:21:42Im laufenden Jahr wurden bis 31. August insgesamt 1.683 mutmaĂliche Schleuser gefasst. Die mit Abstand gröĂte Gruppe unter den VerdĂ€chtigen waren in allen drei Jahren Syrer, mit einem Anstieg von 540 FĂ€llen im Jahr 2021 auf 599 im vorigen Jahr und 263 bis September dieses Jahres. Zugenommen hat auch die Zahl der Schleuser aus der TĂŒrkei, mit 285 im vorigen und 140 FĂ€llen in diesem Jahr (gegenĂŒber 111 in 2021), sowie aus Deutschland: Waren 2021 noch keine Deutschen unter den fĂŒnf gröĂten TĂ€tergruppen, so waren sie im vergangenen Jahr mit 166 Gefassten die drittgröĂte Gruppe nach Syrern und TĂŒrken. Einen deutlichen Anstieg verzeichnet die Bundespolizei zudem bei Einschleusungen durch Ukrainer: In diesem Jahr sind sie die bislang am zweithĂ€ufigsten erfasste NationalitĂ€t, im vergangenen Jahr mit 175 FĂ€llen Rang 3 - wĂ€hrend sie 2021 noch nicht unter den fĂŒnf meisterfassten VerdĂ€chtigen waren. Linksfraktionschef Bartsch sieht die Verantwortung fĂŒr den Anstieg der SchleuserkriminalitĂ€t bei Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "Seit Beginn der Amtszeit von Frau Faeser steigen die Schleuserzahlen stark an", sagte Bartsch dem RND. "Viel zu lange hat die Ampel weggeschaut, die Warnungen von Landkreisen und Polizei heruntergespielt." Die Innenministerin hĂ€tte frĂŒher handeln mĂŒssen, so der Linken-Politiker. "Die Bundesregierung muss die Schleuserindustrie umgehend trockenlegen." Bartsch nannte es "bemerkenswert, dass viele deutsche StaatsbĂŒrger dieses perfide GeschĂ€ft fĂŒr sich entdeckt haben". Zudem kritisiert er, dass nicht statistisch erfasst wird, ob ein VerdĂ€chtiger ein WiederholungstĂ€ter ist, wie das Ministerium auf eine entsprechende Frage antwortete: "Dass die Bundesregierung keine Daten zur Hand hat, wie viele Schleuser mehrfach gefasst wurden, ist inakzeptabel. Wenn man das nicht weiĂ, kann man die Schleuser kaum stoppen."


