Deutschland, Gesundheit

Warken plant mehr Einsparungen fĂŒr stabile KassenbeitrĂ€ge

11.06.2026 - 14:53:59 | dpa.de

Die schwarz-rote Koalition will die stark steigenden Gesundheitsausgaben unter Kontrolle bringen – dagegen hagelt es Proteste. Nach neuen Zahlen muss die Ministerin das Sparziel aber noch anheben.

Ministerin Warken hebt das Sparziel fĂŒr stabile KassenbeitrĂ€ge an.  - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Ministerin Warken hebt das Sparziel fĂŒr stabile KassenbeitrĂ€ge an. - Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Das Spargesetz fĂŒr stabile BeitrĂ€ge bei den gesetzlichen Krankenkassen soll eine noch grĂ¶ĂŸere FinanzlĂŒcke schließen als bisher geplant. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte nach einer Konferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den LĂ€ndern in Hannover, die Ausgabendynamik bei den Kassen sei nach Zahlen des ersten Quartals höher als bislang erwartet. Dies ergebe ein weiteres Defizit von 3,5 Milliarden Euro. 

Im Entwurf, den das Kabinett auf den Weg gebracht hat, habe es einen Puffer von einer Milliarde Euro gegeben, erlÀuterte die Ministerin. «Sprich, der Rest muss jetzt dann noch zusÀtzlich gehoben werden, um BeitragsstabilitÀt zu bekommen.» Rechnerisch ergibt sich eine Summe von rund 2,5 Milliarden Euro.

Entwurf kommt ins parlamentarische Verfahren

NĂ€here Angaben zu dafĂŒr vorgesehenen Maßnahmen machte Warken zunĂ€chst nicht. Dies werde nun im parlamentarischen Verfahren geklĂ€rt. Klar sei, dass der Spielraum damit insgesamt «noch etwas verengter» sei. 

Der Entwurf kommt an diesem Freitag in den Bundestag, auch der Bundesrat befasst sich erstmals damit. Unter den LĂ€ndern gibt es zahlreiche EinwĂ€nde gegen vorgesehene Einschnitte vor allem bei den Kliniken. Warken plant Ausgabenbremsen bei Praxen, KrankenhĂ€usern und der Pharmabranche – aber etwa auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Dies soll neue Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge im kommenden Jahr vermeiden.

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