Warken plant mehr Einsparungen fĂŒr stabile KassenbeitrĂ€ge
11.06.2026 - 14:53:59 | dpa.de
Das Spargesetz fĂŒr stabile BeitrĂ€ge bei den gesetzlichen Krankenkassen soll eine noch gröĂere FinanzlĂŒcke schlieĂen als bisher geplant. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte nach einer Konferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den LĂ€ndern in Hannover, die Ausgabendynamik bei den Kassen sei nach Zahlen des ersten Quartals höher als bislang erwartet. Dies ergebe ein weiteres Defizit von 3,5 Milliarden Euro.Â
Im Entwurf, den das Kabinett auf den Weg gebracht hat, habe es einen Puffer von einer Milliarde Euro gegeben, erlÀuterte die Ministerin. «Sprich, der Rest muss jetzt dann noch zusÀtzlich gehoben werden, um BeitragsstabilitÀt zu bekommen.» Rechnerisch ergibt sich eine Summe von rund 2,5 Milliarden Euro.
Entwurf kommt ins parlamentarische Verfahren
NĂ€here Angaben zu dafĂŒr vorgesehenen MaĂnahmen machte Warken zunĂ€chst nicht. Dies werde nun im parlamentarischen Verfahren geklĂ€rt. Klar sei, dass der Spielraum damit insgesamt «noch etwas verengter» sei.Â
Der Entwurf kommt an diesem Freitag in den Bundestag, auch der Bundesrat befasst sich erstmals damit. Unter den LĂ€ndern gibt es zahlreiche EinwĂ€nde gegen vorgesehene Einschnitte vor allem bei den Kliniken. Warken plant Ausgabenbremsen bei Praxen, KrankenhĂ€usern und der Pharmabranche â aber etwa auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Dies soll neue Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge im kommenden Jahr vermeiden.
