Generation Z hĂ€lt sich in Finanzfragen fĂŒr besonders kompetent
29.07.2023 - 13:45:30Gleichzeitig weist sie jedoch gröĂere WissenslĂŒcken in diesem Bereich auf als andere Altersgruppen, wie eine Umfrage im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment zeigt, ĂŒber die die "Welt am Sonntag" berichtet. FĂŒr die Erhebung wurden rund 2.000 Deutsche, die in Aktien oder Fonds investieren, befragt.
Demnach glauben 43 Prozent in der "Generation Z", sich auf ihr Fachwissen verlassen zu können, wenn es um die Aktienanlage geht. In allen anderen Altersgruppen sagen das nur jeweils rund 30 Prozent von sich. Zudem denken 54 Prozent der Jungen, sie seien gut darin, die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte am Aktienmarkt zu erkennen. Dies glaubt in allen anderen Altersgruppen nur eine Minderheit und selbst Profi-Investoren behaupten das nur selten von sich. Gleichzeitig schĂ€tzen 32 Prozent der JĂŒngeren die AusschlĂ€ge bei Fonds als höher ein als bei Einzelaktien, und 53 Prozent erklĂ€ren, dass die richtige Reaktion auf Schwankungen das stetige Umschichten sei. In den anderen Altersgruppen liegt der Anteil dieser Fehlurteile um ein Drittel bis zur HĂ€lfte niedriger. "Wir haben es hier mit einer echten Kompetenzillusion zu tun", sagte Oscar Stolper, Inhaber des Lehrstuhls fĂŒr Behavioral Finance an der UniversitĂ€t Marburg, der die Erhebung ausgewertet hat. Die "Generation Z" habe zwar einerseits nicht ausreichend Ahnung vom Finanzmarkt, halte sich aber zugleich fĂŒr hochkompetent - und habe hĂ€ufig auch entsprechende Erwartungen. FĂŒr 47 Prozent von ihnen sind Menschen, die schnell zu einem Vermögen gekommen sind, Vorbilder. "Es entsteht der Eindruck, dass bei jungen Menschen hĂ€ufig eine `Get rich fast`-MentalitĂ€t dominiert", sagt Stolper. Eine Einstellung also, in kurzer Zeit sehr wohlhabend werden zu wollen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


