MesserkriminalitĂ€t: SPD kritisiert FDP fĂŒr Blockade
11.08.2024 - 19:09:16Die PlĂ€ne, die unter anderem restriktivere Vorgaben zum MitfĂŒhren von Messern in öffentlichen RĂ€umen vorsehen, stelle die Minister "in KĂŒrze" vor, hieĂ es. Faesers Vorhaben wird vom Koalitionspartner BĂŒndnis 90/GrĂŒne unterstĂŒtzt. "Die Reform des Waffenrechts ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig. Die von Faeser vorgeschlagenen VerschĂ€rfungen sind ein Schritt in die richtige Richtung", sagte die erste parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Irene Mihalic der "Welt". Die FDP dagegen verweist auf die ZustĂ€ndigkeit der LĂ€nder. Der FĂŒhren von Messern in der Ăffentlichkeit seit bereits stark reglementiert, so der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Manuel Höferlin. "Das Waffengesetz gibt den LĂ€ndern weitreichende Möglichkeiten, das FĂŒhren von Messern zu beschrĂ€nken. Es ist ihre Aufgabe, die bestehenden Regelungen konsequent umzusetzen." Die Unionsfraktion hĂ€lt die Reform des Waffengesetzes mit Blick auf die steigende Messergewalt fĂŒr lange ĂŒberfĂ€llig. "Entscheidend ist, dass wir die Kontrollmöglichkeiten der Polizei erhöhen", forderte Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Dazu gehörten unter anderem anlasslose Kontrollen und eine verbesserte Möglichkeit, unzulĂ€ssige Messer einzuziehen. "Die Bundesregierung muss dazu endlich der Polizei mehr Vertrauen entgegenbringen und ihre Befugnisse erweitern, anstatt diese stĂ€ndig zu gĂ€ngeln oder pauschal mit RassismusvorwĂŒrfen zu ĂŒberziehen." Der innenpolitische Sprecher der AfD, Gottfried Curio, kritisierte die geplanten MaĂnahmen als "minimal-invasiv": "Dies hat nur zwei Ziele: AktivitĂ€t zu simulieren und vor allem den Elefanten im Raum totzuschweigen." Eine ins Land gekommene "Personenklientel" bringe "herkunftsbedingt eine problematische Verhaltenskultur mit." Die Linken-Abgeordnete Martina Renner verwies wie die FDP auf bereits bestehende Verbote. "Wie auch sonst im Waffenrecht gilt auch hier: das Problem liegt im Vollzug der schon bestehenden gesetzlichen Regelungen. Es braucht intensive PrĂ€ventionsarbeit, die Durchsetzung bestehender Gesetze und die Ăchtung von Dominanz- und Machtvorstellungen der mĂ€nnlichen TĂ€ter."


