Klingbeil und Bas stellen Strategie fĂŒr Stahlindustrie vor
04.10.2025 - 01:00:00Eine Strategie zur Sicherung der heimischen Stahlindustrie, in der fĂŒr einen "Buy European"-Ansatz geworben wird, soll am Montag im SPD-PrĂ€sidium verabschiedet werden. Arbeitsministerin Bas sagte: "Die Stahlproduktion muss eine Zukunft in Deutschland haben. Eine starke Stahlindustrie ist unverzichtbar fĂŒr unseren Industriestandort und auch eine Frage der nationalen Sicherheit." Die detaillierte Strategie, die das SPD-PrĂ€sidium am Montag beschlieĂen soll und den Funke-Zeitungen vorab vorliegt, trĂ€gt den Titel "Standort stĂ€rken, Transformation voranbringen, ArbeitsplĂ€tze sichern". Darin wird mit Blick auf auslĂ€ndische Dumping-Konkurrenz und die weltpolitische Lage ausdrĂŒcklich fĂŒr einen "Buy European"-Ansatz zugunsten der heimischen Stahlindustrie geworben. Genannt werden die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie der Energiesektor. Die Sozialdemokraten dringen zudem auf einen "robusten Handelsschutz" gegen unfaire Praktiken anderer LĂ€nder, niedrigere Energiepreise, Hilfen fĂŒr die klimaneutrale Transformation der Stahlbranche sowie mehr Tarifbindung und Mitbestimmung. Die deutsche Stahlindustrie steht unter erheblichem Druck, viele BeschĂ€ftigte bangen um ihre Jobs. Klingbeil hatte erstmals Mitte der Woche nach einem Treffen mit Stahl-BetriebsrĂ€ten und Gewerkschaftern die Idee einer Bevorzugung heimischen Stahls ins Spiel gebracht und dabei von einem "gesunden europĂ€ischen Patriotismus" gesprochen.


