Hamburg-ErklÀrung: Nordsee-Staaten wollen neues Energie-Drehkreuz
26.01.2026 - 17:33:01Damit wollen die Staaten nach eigenen Angaben Europas Energiesicherheit stÀrken, Energiepreise stabilisieren, die WettbewerbsfÀhigkeit der Industrie sichern und bis 2050 KlimaneutralitÀt erreichen.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen betonten die Unterzeichner die wachsende Bedeutung der Energie- und Infrastruktur-sicherheit. Die ErklÀrung verweist auf zunehmende Bedrohungen durch Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Angriffe auf maritime Energieanlagen und fordert eine engere internationale Koordinierung.
Die Staaten halten an dem bereits beim Nordsee-Gipfel in Ostende formulierten Ziel von 300 Gigawatt Offshore-Windleistung bis 2050 fest. Um Investitionen wieder anzukurbeln, sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt, Ausschreibungen verlÀsslicher gestaltet und Lieferketten gestÀrkt werden. Zudem sollen europÀische ProduktionskapazitÀten und Hafeninfrastrukturen gezielt ausgebaut werden.
DarĂŒber hinaus kĂŒndigen die Unterzeichner an, grenzĂŒberschreitende Offshore-Projekte stĂ€rker zu fördern. Bis zu 100 Gigawatt der angestrebten GesamtkapazitĂ€t sollen durch gemeinsame Projekte realisiert werden. DafĂŒr soll ein gemeinsamer Finanzierungsrahmen entwickelt werden, unter Einbindung der EuropĂ€ischen Kommission und der EuropĂ€ischen Investitionsbank. Auch der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Nordsee-Region spielt eine zentrale Rolle. Die Staaten wollen Projekte fördern, die Offshore-Windenergie mit der Produktion, dem Transport und der Speicherung von klimaneutralem Wasserstoff verbinden.
Angesichts wachsender Sicherheitsrisiken unterstĂŒtzen die Teilnehmer zudem eine verstĂ€rkte Zusammenarbeit zum Schutz der Offshore-Energieinfrastruktur, auch im Rahmen der Nato. Vorgesehen sind unter anderem bessere Koordinierung von Sicherheitsbehörden, gemeinsame Ăbungen sowie MaĂnahmen gegen substandardisierte Schiffe.


