Steuereinnahmen, Deutschland

Steuereinnahmen legen im November erneut krÀftig zu

20.12.2024 - 00:00:00

Die Steuereinnahmen in Deutschland haben im November erneut krÀftig zugelegt.

Wie aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der am Freitagmorgen veröffentlicht wird, lagen sie um rund neun Prozent höher als im November 2023. Hinter dem Anstieg steht maßgeblich ein Zuwachs des Aufkommens aus den Gemeinschaftsteuern, die den grĂ¶ĂŸten Teil der Einnahmen ausmachen - sie lagen um mehr als zehn Prozent höher als im November 2023. Dazu trug ein Sondereffekt bei den Umsatzsteuern bei, die einen krĂ€ftigen Aufkommensanstieg zum Vorjahresmonat verzeichneten.

Mit Ausnahme der Körperschaftsteuer waren auch die Einnahmen aus den anderen Gemeinschaftsteuern teils deutlich höher als im Vergleichszeitraum. Im bisherigen Jahresverlauf wurde insgesamt ein Anstieg der Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern um knapp vier Prozent gegenĂŒber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichnet. Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) wiesen kumuliert ein Plus in gleicher Höhe auf. Die Einnahmen aus den Bundessteuern lagen im November 2024 leicht um rund 1,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. AufkommenszuwĂ€chsen bei der Tabak-, der Versicherung- und der Kraftfahrzeugsteuer sowie beim SolidaritĂ€tszuschlag standen RĂŒckgĂ€nge bei der Energie- und Stromsteuer gegenĂŒber. Kumuliert von Januar bis November 2024 lagen die Einnahmen aus den Bundessteuern gegenĂŒber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3,5 Prozent im Plus. Dies war allerdings zu einem wesentlichen Teil auf den erstmalig erhobenen Energiekrisenbeitrag der EuropĂ€ischen Union (EU) zurĂŒckzufĂŒhren. Ohne diesen entsprĂ€che der kumulierte Anstieg in etwa dem Anstieg im Berichtsmonat, so das Ministerium. Deutlich krĂ€ftiger im Plus als die Bundessteuern lagen die LĂ€ndersteuern: Sie wiesen im November einen Anstieg von knapp zwölf Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat auf. Das Aufkommen aus der Grunderwerbsteuer lag weiterhin nahe bei 1,1 Milliarden Euro und wies damit einen Anstieg gegenĂŒber der niedrigeren Vorjahresbasis von rund acht Prozent auf. Bei der zweiten aufkommensstarken LĂ€ndersteuer, der Erbschaftsteuer, war ein Plus von 17 Prozent zu verzeichnen. In der Betrachtung von Januar bis November 2024 fĂ€llt der Zuwachs bei den LĂ€ndersteuern gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum mit gut fĂŒnf Prozent moderater aus. Das unterstreiche die "AufkommensvolatilitĂ€t" in einzelnen Monaten, heißt es im Monatsbericht des Ministeriums.

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