Arbeitsmarkt, AntrÀge

Über 150.000 AntrĂ€ge beim HĂ€rtefallfonds - Frist verlĂ€ngert

07.10.2023 - 00:03:14 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Stiftung HĂ€rtefallfonds der Bundesregierung hat innerhalb der ursprĂŒnglichen Antragsfrist bis 30.

Seniorin mit Helferin (Archiv) - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Seniorin mit Helferin (Archiv) - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

September bereits mehr als 150.000 AntrĂ€ge erhalten. Das teilte das Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Soziales mit, wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe mit 84.281 AntrĂ€gen sind die ehemaligen SpĂ€taussiedler, es folgen mit 50.686 AntrĂ€gen die ehemaligen jĂŒdischen KontingentflĂŒchtlinge aus der frĂŒheren Sowjetunion.

Nur 16.009 AntrĂ€ge stammten von der Gruppe solcher DDR-Rentner, deren AnsprĂŒche nicht in die bundesdeutsche Rentenversicherung ĂŒbernommen wurden. Insgesamt liegen 151.117 AntrĂ€ge vor, erst ĂŒber 8.593 AntrĂ€ge ist bereits entschieden. Die Ampel-Koalition hatte den HĂ€rtefallfonds Anfang des Jahres aufgelegt und 500 Millionen Euro eingeplant, um HĂ€rten im Alter abzufedern. Viele frĂŒhere SpĂ€taussiedler und KontingentflĂŒchtlinge, die ihr Arbeitsleben in der Sowjetunion verbrachten, fielen in Deutschland in Sozialhilfe und Grundsicherung. Anders gelagert war der Fall bei den DDR-Renten: Hier wurden bestimmte Zusatzrenten etwa fĂŒr ehemalige BeschĂ€ftigte von Reichsbahn oder Post, professionelle BalletttĂ€nzer sowie AnsprĂŒche von zu DDR-Zeiten geschiedenen Frauen nicht in die Rentenversicherung ĂŒbernommen. Gezahlt werden einmalig 2.500 Euro, einige BundeslĂ€nder haben den Betrag verdoppelt und zahlen 5.000 Euro aus. Eigentlich war die Antragsfrist zum 30. September ausgelaufen. Doch gerade aus der auf 50.000 bis 70.000 Menschen geschĂ€tzten Gruppe der anspruchsberechtigten Ost-Rentner haben bisher nur wenige den Antrag gestellt, daher wurde die Frist jetzt einmalig bis zum 31. Januar 2024 verlĂ€ngert.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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