Verdi, Warnstreiks

Verdi ruft auch am Freitag zu Warnstreiks an FlughÀfen auf

13.03.2024 - 15:07:45

Die Streikwellen im Flugverkehr in Deutschland ebben nicht ab - im Gegenteil. Nach einem weiteren Ausstand am Donnerstag soll es auch am Folgetag zu Arbeitsniederlegungen an mehreren Airports kommen.

Die Gewerkschaft Verdi hat das Luftsicherheitspersonal auch am Freitag zu Warnstreiks an mehreren deutschen FlughĂ€fen aufgerufen. Dann soll es nach Angaben von Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Wolfgang Pieper nach und nach die fĂŒnf FlughĂ€fen Hannover, Dortmund, Weeze, Dresden und Leipzig treffen.

Der Flughafen Hannover teilte mit: «Aus diesem Grund werden am Freitag, dem 15. MĂ€rz 2024 in der Zeit von 00:00 Uhr bis 12:00 Uhr keine AbflĂŒge möglich sein. AnkĂŒnfte sind nicht betroffen.»

Verdi hat die LuftsicherheitskrĂ€fte bereits fĂŒr diesen Donnerstag an fĂŒnf deutschen FlughĂ€fen erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Der ganztĂ€gige Ausstand betrifft nach Angaben der Gewerkschaft im Laufe der Nacht schrittweise die FlughĂ€fen Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe/Baden Baden, Köln und Berlin. Passagiere können nicht mehr in den Sicherheitsbereich kommen. Eine Ausweitung des Ausstands war zuvor nicht ausgeschlossen worden.

Bisher fĂŒnf Verhandlungsrunden ohne Ergebnis

Etwa 90.ß00 Passagiere mĂŒssen sich wegen des angekĂŒndigten Warnstreiks am Donnerstag an den fĂŒnf deutschen FlughĂ€fen nach EinschĂ€tzung des Flughafenverbandes ADV auf Flugstreichungen und VerspĂ€tungen einstellen. Der Verband rechnet aktuell mit mehr als 580 abgesagten Flugverbindungen allein am Donnerstag.

Bei den Tarifverhandlungen der Luftsicherheit geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 25.000 BeschÀftigten privater Sicherheitsdienstleister. Sie kontrollieren im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepÀck an den ZugÀngen zum Sicherheitsbereich.

In dem Tarifkonflikt sind bislang fĂŒnf Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben. Bei einer ersten Warnstreikwelle an elf FlughĂ€fen waren mehr als 1100 FlĂŒge ausgefallen. Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit schneller einsetzenden MehrarbeitszuschlĂ€gen ab der ersten Überstunde.

@ dpa.de

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