Deutschland, Preis

Inflation verharrt im November bei 2,3 Prozent

28.11.2025 - 14:11:38 | dpa.de

Die Teuerungsrate in Deutschland hĂ€lt sich hartnĂ€ckig ĂŒber der Marke von zwei Prozent. Vor allem bei den Preisen fĂŒr Dienstleistungen, aber auch beim Lebensmittelkauf spĂŒren das die Menschen.

  • Höhere Inflationsraten schmĂ€lern die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
  • Je höher die Inflationsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen. Das spĂŒren Verbraucher zum Beispiel beim Lebensmittelkauf. - Foto: Boris Roessler/dpa
  • Billigeres Tanken: Zumindest bei den Spritpreisen gab es zuletzt etwas Entspannung. - Foto: Henning Kaiser/dpa
'.$caption.' '.$caption.' '.$caption.'

Die Teuerung in Deutschland hĂ€lt sich hartnĂ€ckig ĂŒber der Zwei-Prozent-Marke. Die Verbraucherpreise lagen im November um 2,3 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats - wie schon im Oktober. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorlĂ€ufiger Zahlen mit. Von Oktober auf November des laufenden Jahres sanken die Verbraucherpreise nach Berechnung der Wiesbadener Statistiker um 0,2 Prozent.

Lebensmittel und Dienstleistungen teurer

Treiber fĂŒr die Inflation im November waren wie schon in den vergangenen Monaten deutlich gestiegene Preise fĂŒr Dienstleistungen, die sich erneut um 3,5 Prozent verteuerten. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel Autoversicherungen, Pauschalreisen sowie Friseur- und Restaurantbesuche. Unter anderem höhere Löhne sorgen hier fĂŒr einen Preissprung.

Die Lebensmittelpreise lagen im November um 1,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats und stiegen damit weniger als die allgemeine Inflationsrate. Allerdings spĂŒren die Menschen beim tĂ€glichen Einkauf, dass viele Nahrungsmittel teils deutlich teurer sind als noch vor einigen Jahren.

Tanken und Heizen billiger

Kaum noch Entspannung gibt es bei den Energiepreisen: Kraftstoffe, Strom und Gas waren der Statistik zufolge im November 2025 insgesamt 0,1 Prozent gĂŒnstiger als ein Jahr zuvor. Die von Ökonomen besonders beachtete Kerninflation ohne die schwankungsanfĂ€lligen Preise fĂŒr Nahrungsmittel und Energie verringerte sich im November etwas auf 2,7 Prozent.

Je höher die Inflationsrate, desto geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich fĂŒr einen Euro dann weniger leisten. Zwar ist die Preiswelle ausgelaufen, die Deutschland nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erfasste. Damals verteuerten sich Energie und Lebensmittel rasant, das ließ die Inflationsrate auf 6,9 Prozent (2022) und 5,9 Prozent (2023) in die Höhe schnellen. FĂŒr dieses Jahr erwarten Wirtschaftsforschungsinstitute eine moderate Inflationsrate von 2,1 Prozent - Ă€hnlich wie 2024. 

Preisniveau bleibt erhöht

Ein deutliches Sinken der Inflationsrate ist erst einmal aber nicht in Sicht. Nach EinschĂ€tzung von Ökonomen mĂŒssen sich Verbraucher in Deutschland vorerst mit Teuerungsraten oberhalb der Zwei-Prozent-Marke abfinden.

Die Inflationsrate in Deutschland, der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Eurozone, hat fĂŒr die Geldpolitik der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) besondere Bedeutung. Die Notenbank peilt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 Prozent fĂŒr den gesamten Euroraum an. Bei einer solchen Teuerung sieht die EZB ihre wichtigste Aufgabe erfĂŒllt, fĂŒr stabile Preise zu sorgen. 

Das Statistische Bundesamt berechnet jeden Monat, wie sich Preise entwickelt haben. Dazu notieren die Statistiker in GeschĂ€ften, was Obst und GemĂŒse, Schuhe oder Möbel kosten. Wie hoch ist die Wohnungsmiete, was kostet Sprit an der Tankstelle? Tausende Einzelpreise von Waren und Dienstleistungen werden reprĂ€sentativ nach dem stets gleichen Schema erfasst. Ein Teil wird auch im Internet erhoben.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 68396510 |

Weitere Meldungen

Sprit vor Inkrafttreten der Preisbremse teurer. Zuvor wird der Kraftstoff erst einmal teurer. Ab diesem Mittwoch sollen den Mineralölkonzernen Preiserhöhungen an den Tankstellen per GesetzesÀnderung schwerer gemacht werden. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 14:50) weiterlesen...

IW: BĂŒrger arbeiten weniger fĂŒr Sprit als in frĂŒheren Krisen. Doch bei der Ölkrise 1974 oder zu Beginn des Ukraine-Kriegs mussten Verbraucher lĂ€nger arbeiten fĂŒr einen Liter Benzin, zeigt eine neue Analyse. Der Iran-Krieg hat die Spritpreise hoch getrieben. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 11:47) weiterlesen...

Umfrage: 40 Prozent wollen zu Ostern weniger Geld ausgeben. Eine Marktforscherin nennt die GrĂŒnde. Viele Menschen in Deutschland sparen in diesem Jahr rund um das Osterfest, vor allem Frauen. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 10:33) weiterlesen...

Neue Preisregel an Tankstellen ab morgen. Hintergrund sind die Folgen des Iran-Kriegs. Ab Mittwoch dĂŒrfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 09:41) weiterlesen...

Reiche wirbt fĂŒr langlaufende GasvertrĂ€ge Wie lassen sich Unterbrechungen bei Gaslieferungen aus dem Nahen Osten abfedern? Hilfe könnte auch aus LĂ€ndern wie Algerien und Aserbaidschan kommen, sagt die Wirtschaftsministerin. (Wirtschaft, 30.03.2026 - 15:43) weiterlesen...

Ministerium: Neue Spritpreisregel startet am 1. April. Was das Wirtschaftsministerium dazu sagt. Die neue Regel fĂŒr Tankstellen kommt spĂ€ter als zunĂ€chst möglich. (Wirtschaft, 30.03.2026 - 07:30) weiterlesen...