LĂ€nder wollen umstrittene PFAS-Chemikalien besser erforschen
16.05.2025 - 16:51:38Man stelle eine zunehmende flÀchendeckende Belastung der Umwelt mit diesen Stoffen fest, hielten die Minister in einem Beschluss im saarlÀndischen Mettlach-Orscholz fest.
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind in Alltagsprodukten wie Textilien, Kosmetik und Lebensmittelverpackungen enthalten. Sie ĂŒberdauern je nach Stoff extrem lange in der Umwelt und heiĂen auch Ewigkeitschemikalien. Dabei können sie sich immer mehr anreichern.
Koordinierungsstelle sollen Wissen sammeln
Man habe die Erstellung eines nationalen Aktionsplans beschlossen, sagte die rheinland-pfĂ€lzische Umweltministerin Katrin Eder (GrĂŒne). Dazu werde die Einrichtung einer bundesweiten interdisziplinĂ€ren PFAS-Koordinierungsstelle gefordert, die Erkenntnisse sammeln und auswerten solle.
Bei PFAS handele es sich um eine "hochproblematische Schadstoffgruppe, die uns zunehmend vor Herausforderungen stellt", sagte Eder. Man mĂŒsse dazu mehr wissen und mehr messen. Ein bundesweiter PFAS-Aktionsplan solle auch dem Vorsorgeanspruch fĂŒr die Bevölkerung Rechnung tragen.
Greenpeace fĂŒr PFAS-Verbot
Greenpeace fordert ein schnelles Handeln, um die schĂ€dlichen Chemikalien einzudĂ€mmen. "PFAS finden sich schon heute vom Meeresschaum bis zum menschlichen Blut nahezu ĂŒberall", sagt der Ăkotoxikologe von Greenpeace, Julios Kontchou. Der Einsatz von PFAS sei ohne Wenn und Aber zu verbieten.
Wenn die Umweltminister jetzt nur weitere Forschungen einforderten, dann verzögerten sie wirksame Schritte gegen diese Stoffe. DÀnische Behörden etwa warnten ihre Bevölkerung bereits vor dem Kontakt mit Meeresschaum, sagte Kontchou.

