UN-Mission, Libanon

UN-Mission im Libanon meldet erneuten israelischen Beschuss

17.10.2024 - 07:14:57 | dts-nachrichtenagentur.de

Die UN-Beobachtermission im Libanon (Unifil) hat einen erneuten Beschuss durch die israelische Armee gemeldet.

Fahne vor den Vereinten Nationen (UN) (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Fahne vor den Vereinten Nationen (UN) (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Am Mittwoch sei in der NÀhe von Kafer Kela ein Wachturm der Friedenssoldaten durch einen Merkava-Panzer beschossen worden, teilte Unifil mit. Dabei seien zwei Kameras zerstört und der Turm beschÀdigt worden. "Wir erinnern die IDF und alle Akteure an ihre Verpflichtung, die Sicherheit des UN-Personals und des UN-Eigentums zu gewÀhrleisten und die Unverletzlichkeit des UN-GelÀndes zu jeder Zeit zu respektieren", mahnten die Blauhelmsoldaten. In der vergangenen Woche waren mehrmals Blauhelmsoldaten getroffen worden.

Unifil wirft israelischen Soldaten unter anderem vor, eine UN-Position in Labbouneh beschossen zu haben. Dort hĂ€tten sie den Eingang des Bunkers, in dem die Friedenstruppen untergebracht waren, getroffen und Fahrzeuge sowie ein Kommunikationssystem beschĂ€digt. Israelische Soldaten sollen "absichtlich" auf Überwachungskameras der Stellung geschossen und diese ausgeschaltet haben. Unifil meldete darĂŒber hinaus am Sonntag, dass israelische Panzer das Haupttor einer Anlage der Blauhelme zerstört hĂ€tten und "gewaltsam" in die Basis eingedrungen seien. Die Panzer seien dann etwa 45 Minuten spĂ€ter wieder abgezogen, nachdem man ĂŒber einen Verbindungsmechanismus protestiert habe, dass die Anwesenheit der IDF die Friedenstruppen in Gefahr bringe. Wenig spĂ€ter meldeten dann UN-Soldaten an derselben Stelle, dass 100 Meter nördlich mehrere Geschosse abgefeuert worden seien, die Rauch ausstießen. Trotz des Aufsetzens von Schutzmasken sollen 15 Soldaten Verletzungen erlitten haben, darunter Hautreizungen und Magen-Darm-Reaktionen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Dienstag am Vorgehen Israels scharfe Kritik geĂŒbt. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates "forderten alle Parteien auf, die Sicherheit des UN-Personals und der UN-GebĂ€ude zu respektieren", sagte die amtierende PrĂ€sidentin des Sicherheitsrats, die Schweizer UN-Botschafterin Pascale Baeriswyl, im Namen aller 15 Mitglieder. "Sie erinnerten daran, dass UN-Friedenstruppen und UN-GebĂ€ude niemals das Ziel eines Angriffs sein dĂŒrfen." Auch die Außenministerminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs hatten ihre "tiefe Sorge" bekundet. "Diese Angriffe mĂŒssen umgehend ein Ende haben", hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung vom Dienstag. "Wir verurteilen sĂ€mtliche Bedrohungen der Sicherheit von Unifil." Jeglicher bewusste Angriff auf die Blauhelmsoldaten verstoße gegen das humanitĂ€re Völkerrecht und gegen Resolution 1701 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, mahnen sie. "Es obliegt allen Konfliktparteien, Peacekeeper zu schĂŒtzen. Wir rufen Israel und alle Parteien dazu auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen, den Schutz und die Sicherheit des Personals von Unifil jederzeit zu gewĂ€hrleisten und Unifil zu gestatten, sein Mandat weiter auszufĂŒhren." Das italienische Außenministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass 16 europĂ€ische LĂ€nder sich in einer Videoschalte darauf verstĂ€ndigt haben, auf politischer und diplomatischer Ebene Druck auf Israel ausĂŒben wollen, um weitere VorfĂ€lle zu verhindern.

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