Ataman, Nennung

Ataman gegen pauschale Nennung der NationalitÀt von TatverdÀchtigen

06.08.2024 - 18:03:23 | dts-nachrichtenagentur.de

Die UnabhĂ€ngige Bundesbeauftragte fĂŒr Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat Forderungen nach einer pauschalen Nennung der NationalitĂ€t von TatverdĂ€chtigen zurĂŒckgewiesen.

Ferda Ataman (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Ferda Ataman (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"In der Berichterstattung kommt die Herkunft der TatverdĂ€chtigen oft nur dann vor, wenn es sich um bestimmte AuslĂ€nder handelt", sagte Ataman der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Mittwochausgaben). "Das kann zu verzerrten Bildern fĂŒhren, die das rassistische Stereotyp von `kriminellen AuslĂ€ndern` bedienen und Diskriminierung begĂŒnstigen." Zuvor hatte FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai gefordert, dass Behörden kĂŒnftig bei AuskĂŒnften ĂŒber Straftaten generell die NationalitĂ€t der TatverdĂ€chtigen nennen sollen. In Nordrhein-Westfalen lĂ€sst Innenminister Herbert Reul (CDU) bereits eine entsprechende Änderung des Melde-Erlasses fĂŒr die Polizei erarbeiten. "Die pauschale Nennung von NationalitĂ€ten verspricht nur vermeintlich Transparenz", sagte Ataman weiter.

"Erkenntnisse aus der KriminalitĂ€tsforschung zeigen, dass Herkunft oder NationalitĂ€t allein keine Straftaten erklĂ€ren." Wenn die NationalitĂ€t genannt werde, vermittele das den Eindruck, dass es einen Zusammenhang zur Straftat gebe. "Die NationalitĂ€t sollte nur genannt werden, wenn sie fĂŒr die AufklĂ€rung und das VerstĂ€ndnis der Tat relevant ist", sagte sie.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 65573993 |