Union, Magdeburg-Anschlag

Union drÀngt nach Magdeburg-Anschlag auf Vorratsdatenspeicherung

22.12.2024 - 12:00:00

Die Union fordert nach dem Anschlag in Magdeburg eine VerschÀrfung beim Schutz der inneren Sicherheit und der Migrationspolitik.

"Es reicht bei weitem nicht aus, lediglich mehr Schutzmaßnahmen an WeihnachtsmĂ€rkten anzukĂŒndigen", sagte der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Die Ampelkoalition hat in den vergangenen drei Jahren leider dazu beigetragen, Misstrauen gegen unsere SicherheitskrĂ€fte zu sĂ€en, anstatt unsere Beamten zu stĂ€rken", kritisierte Frei. "Auch bleiben die VorschlĂ€ge von Bundesinnenministerin Faeser fĂŒr ein weiteres Sicherheitspaket hinter unseren Erwartungen zurĂŒck. Es wird höchste Zeit, dass wir beispielsweise bei der Vorratsdatenspeicherung endlich vorankommen", forderte Frei.

"Das Gleiche gilt fĂŒr ZurĂŒckweisungen an den deutschen Grenzen: Sie sind zurzeit die einzige Möglichkeit, um die irregulĂ€re Migration zu stoppen", sagte der CDU-Politiker. Aus der FDP gibt es derweil nach dem Anschlag Rufe nach Verhandlungen ĂŒber politische Konsequenzen im Rahmen einer Bund-LĂ€nder-Föderalismuskommission. "Wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen, sollten die Parteien der demokratischen Mitte gemeinsam ĂŒber Konsequenzen sprechen", sagte FDP-GeneralsekretĂ€r Marco Buschmann der "Rheinischen Post". "Beispielsweise eine Föderalismuskommission kann der richtige Rahmen dafĂŒr sein, in der Bund und LĂ€nder zusammen beraten. Dieses Format wĂŒrde der Tragweite der Situation gerecht, in der es nicht um das politisch Trennende, sondern das gemeinsame Ziel des Schutzes unserer freien Gesellschaft und der BĂŒrger gehen sollte", so der ehemalige Bundesjustizminister. "Der grausame, menschenverachtende Terroranschlag in Magdeburg macht mich tief betroffen", sagte er.

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