Unionsfraktion, Vorgehen

Unionsfraktion will hÀrteres Vorgehen gegen Letzte Generation

26.07.2024 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Unionsfraktion im Bundestag verlangt von der Bundesregierung ein deutlich schÀrferes Vorgehen gegen die Klebe-Aktionen der "Letzten Generation" an FlughÀfen.

Protest von "Letzter Generation" (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das berichtet die "Bild" (Freitagausgabe) unter Berufung auf einen in der Fraktion abgestimmten Maßnahmenkatalog. Bislang sei es "der Bundesregierung und allen voran Innenministerin Faeser nicht gelungen, diesen Taten einen Riegel vorzuschieben", heißt es darin. "Dabei gĂ€be es Maßnahmen, die durch ein Zusammenspiel von Bund und LĂ€ndern in den Bereichen Inneres und Justiz ein konsequentes Vorgehen ermöglichen und die Taten perspektivisch verhindern könnten." Neben hĂ€rteren Bestrafungen wie der Heraufsetzung des Strafrahmens auf bis fĂŒnf Jahre fĂŒr gefĂ€hrliche Eingriff in den Straßenverkehr nennt die Unionsfraktion auch die aus ihrer Sicht erforderliche Erweiterung des Straftatbestands der Nötigung.

Es mĂŒsse "regelmĂ€ĂŸig" als besonders schwerer Fall gelten, wenn durch Blockaden eine große Zahl von Menschen genötigt werde. FĂŒr solche FĂ€lle sind Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis fĂŒnf Jahren möglich. Zudem sollten die Protestierenden nach Ansicht der Union auch zivilrechtlich schadensersatzpflichtig sein. Die strafrechtlichen Geldstrafen seien "oft nur gering", heißt es in dem Unionskonzept. Nötig sei auch die ÜberprĂŒfung der gesamten Sicherheits-Infrastruktur zum Schutz von FlughĂ€fen; kommen mĂŒsste insbesondere auch mehr VideoĂŒberwachung und die Nutzung automatisierter Gesichtserkennung. "Kriminelle mĂŒssen endlich wirksam abgehalten werden, in Minuten in die Sicherheitsbereiche der FlughĂ€fen einzudringen. Die Bundesregierung kann hier nicht einfach auf Flughafenbetreiber verweisen; internationale FlughĂ€fen haben bundesweite Bedeutung", heißt es in dem Papier. Zur Abschreckung will die Unionsfraktion bei Wiederholungsgefahr die Ingewahrsamnahme oder Haft fĂŒr TĂ€ter durchsetzen. Nötig sei die "konsequente Anwendung von polizeilichem Unterbindungsgewahrsam bei Anhaltspunkten fĂŒr Wiederholungsgefahr". Letztlich mĂŒssten Betretungs- und Aufenthaltsverbote fĂŒr TĂ€ter an FlughĂ€fen eingefĂŒhrt werden, so die Fraktion. Durchzusetzen sei das von der Bundespolizei per Generalklausel. Die Bundesregierung plant derzeit, das Luftsicherheitsgesetz so zu Ă€ndern, dass bis zu zwei Jahre GefĂ€ngnisstrafe fĂŒr das "vorsĂ€tzliche, unberechtigte Eindringen unter anderem auf das Rollfeld und die Start- und Landebahnen eines Flughafens" drohen. Bereits jetzt können die Aktivisten wegen Hausfriedensbruch, Störung des öffentlichen Verkehrs und SachbeschĂ€digung belangt werden. Richter beurteilten die umstrittenen Aktionen der Aktivisten bislang sehr unterschiedlich.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 65499080 |