Unternehmensberater kritisieren Strafzölle auf E-Autos aus China
14.06.2024 - 11:16:16Sie liegt damit auf einem Ă€hnlichen Niveau wie im gleichfalls angeschlagenen Bausektor. Die wichtigste deutsche Industriebranche habe mit "stagnierenden Absatzzahlen in Europa", einem "intensiveren Wettbewerb" sowie "konstantem Kostendruck" zu kĂ€mpfen, heiĂt es in der Analyse. Zudem seien die chinesischen Hersteller der internationalen Konkurrenz bei der E-MobilitĂ€t weit enteilt. Bei den zehn umsatzstĂ€rksten Modellen seien Produzenten aus der Volksrepublik mit rund 83 Prozent an der Wertschöpfung beteiligt, Firmen aus anderen Teilen der Welt kĂ€men lediglich auf einen Anteil von 17 Prozent. Noch gröĂer ist das MissverhĂ€ltnis der Untersuchung zufolge beim HerzstĂŒck der Fahrzeuge: Batterien entstammten zu mehr als 90 Prozent chinesischer Produktion. Im traditionellen GeschĂ€ft mit Benzin- und Dieselfahrzeugen kommen Anbieter aus der Volksrepublik dagegen nur auf einen Wertschöpfungsanteil von knapp 30 Prozent. In diesem Jahr rechnen die BCG-Fachleute zwar mit einer rĂŒcklĂ€ufigen Bedeutung des ElektrogeschĂ€fts. Bis 2030 aber werde der Anteil der Batteriefahrzeuge am gesamten Pkw-Markt auf knapp 40 Prozent ansteigen. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet gar damit, dass bis 2030 mindestens 60 Prozent aller verkauften Autos elektrisch angetrieben sein mĂŒssen, um die 1,5-Grad-Schwelle des Pariser Klimaabkommens nicht zu ĂŒberschreiten. Statt Zölle zu erheben, sollten die EuropĂ€er ihre WettbewerbsfĂ€higkeit steigern, forderte deshalb Experte Waas. Die Branche mĂŒsse "Innovation und Effizienz wieder stĂ€rker in den Vordergrund stellen".


