Verdi fordert Nachbesserung der geplanten Krankenhausreform
21.08.2025 - 13:43:41"Die Kosten des Umbaus der Krankenhauslandschaft nicht wie bisher geplant den gesetzlich Versicherten aufzubĂŒrden, ist eine ĂŒberfĂ€llige Korrektur", so BĂŒhler. Fatal sei es hingegen, die Einhaltung der Pflegepersonaluntergrenzen als QualitĂ€tskriterium zu streichen. "Wenn es aufgrund von Personalmangel nach einer erfolgreichen OP keine kontinuierliche Ăberwachung durch qualifizierte Pflegepersonen gibt, kann das fĂŒr den Patienten gefĂ€hrlich werden", so die Gewerkschaftlerin. Es brauche nicht nur ausreichend Ărzte, sondern auch BeschĂ€ftigte in der Pflege und anderen Berufsgruppen. Neben den Pflegepersonaluntergrenzen mĂŒsse daher die Umsetzung der Personalbemessungssysteme in der Krankenhauspflege und der Psychiatrie als QualitĂ€tskriterium festgeschrieben werden. Nicht ausreichend seien zudem die GesetzesĂ€nderungen bei der Vorhaltefinanzierung, so BĂŒhler weiter. Eine bloĂe Fristverschiebung löse das Problem nicht. "Es braucht eine tatsĂ€chliche Vorhaltefinanzierung, unabhĂ€ngig von der Anzahl der FĂ€lle." Dazu gehöre insbesondere die vollstĂ€ndige Refinanzierung der Personalkosten. "Alle BeschĂ€ftigten im Krankenhaus leisten einen wichtigen Beitrag, damit das Krankenhaus funktioniert, deshalb mĂŒssen die Personalkosten vollstĂ€ndig ĂŒbernommen werden - so, wie es bei der Pflege am Bett bereits gilt." Verdi fordert zudem, BeschĂ€ftigte und ihre Interessenvertretungen in die VerĂ€nderungsprozesse einzubeziehen. "Wer glaubt, dass das Personal der Planung einfach folgt, irrt." Damit die Reform gelinge, mĂŒssen die BeschĂ€ftigten und ihre Interessenvertretungen frĂŒhzeitig beteiligt werden. "Die Krankenhausreform wird sich daran messen lassen mĂŒssen, ob sie zur flĂ€chendeckenden Versorgungssicherheit beitrĂ€gt und ob sie es schafft, die BeschĂ€ftigten beim Umbau mitzunehmen."


