Bund und LĂ€nder ringen erneut um Deutschlandticket
27.06.2025 - 05:50:06Konkret geht es bei der Verkehrsministerkonferenz in Berlin um die Finanzierung des bundesweiten Abos fĂŒr den öffentlichen Personennahverkehr ĂŒber 2025 hinaus. Bund und LĂ€nder zahlen bislang jeweils 1,5 Milliarden Euro fĂŒr das Angebot.
DarĂŒber hinausgehende Kosten wurden in diesem und im vergangenen Jahr zum einen durch eine Ăbertragung ĂŒbriggebliebener Mittel aus 2023 sowie durch eine Preiserhöhung des Abos finanziert. Das Deutschlandticket kostet seit Januar 58 Euro - neun Euro mehr als zum Start vor rund zwei Jahren.
FĂŒr 2026 ist aber noch völlig unklar, woher das Geld kommen wird. Die LĂ€nder sehen bei der Finanzierung kĂŒnftiger Mehrkosten vor allem den Bund in der Pflicht.
Die Verkehrsbranche fordert VerlĂ€sslichkeit mit Blick auf das Angebot. "Das Deutschlandticket verĂ€ndert die Einnahmen unserer Branche massiv", teilte der PrĂ€sident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Ingo Wortmann, mit. "Damit die AbhĂ€ngigkeit von öffentlichen Mitteln nicht noch gröĂer wird, brauchen wir endlich einen ĂPNV-spezifischen Preisindex fĂŒr das Deutschlandticket."
Mit dem Deutschlandticket können die Inhaberinnen und Inhaber bundesweit Busse und Bahnen des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs nutzen, ohne auf die jeweiligen Tarifbedingungen in den einzelnen Regionen achten zu mĂŒssen.

