FDP, Deutschland

Strack-Zimmermann: IKRK muss Schicksal Vermisster aufklÀren

22.07.2023 - 04:31:53 | dpa.de

Die Verschleppung von Kindern aus der Ukraine beschÀftigt den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dass das Rote Kreuz von Belarus nun eine Beteiligung eingerÀumt hat, wird verurteilt.

  • Die Verschleppung von Kindern aus der Ukraine beschĂ€ftigt bereits den Internationalen Strafgerichtshof. - Foto: Uncredited/National Police of Ukraine/AP/dpa
  • KriegsschĂ€den in Mykolajiw (Symbolbild). Die Verschleppung von Kindern aus der Ukraine beschĂ€ftigt bereits den Internationalen Strafgerichtshof. - Foto: Uncredited/National Police of Ukraine/AP/dpa
Die Verschleppung von Kindern aus der Ukraine beschÀftigt bereits den Internationalen Strafgerichtshof. - Foto: Uncredited/National Police of Ukraine/AP/dpa KriegsschÀden in Mykolajiw (Symbolbild). Die Verschleppung von Kindern aus der Ukraine beschÀftigt bereits den Internationalen Strafgerichtshof. - Foto: Uncredited/National Police of Ukraine/AP/dpa

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zu deutlich mehr Einsatz bei der KlÀrung des Schicksals von 20.000 Vermissten aus der Ukraine aufgefordert. Zugleich verurteilte sie scharf, dass das belarussische Rote Kreuz Kinder aus der von Russland besetzten Ostukraine nach Belarus gebracht hat, wie Organisationschef Dmitri Schewzow eingerÀumt hatte.

«Die furchtbaren Berichte ĂŒber die verachtenswerte Verschleppung von Kindern durch das Rote Kreuz in Belarus wirft die Frage auf, wie unabhĂ€ngig das Rote Kreuz im aktuellen Konflikt seiner Aufgabe nachkommt. Es reiht sich ein in eine Anzahl von Berichten ĂŒber MissstĂ€nde und Korruption bei der Arbeit des Roten Kreuzes insbesondere im Ukraine-Krieg», sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Dachverband der Rotkreuzgesellschaften hatte sich am Mittwoch von der Rotkreuz-Gesellschaft des autoritĂ€r gefĂŒhrten Belarus distanziert. Schewzow hatte kĂŒrzlich eine von Russland besetzte Region in der Ostukraine besucht. Die Ex-Sowjetrepublik Belarus ist im Angriffskrieg gegen die Ukraine ein enger VerbĂŒndeter Russlands.

AufklÀrung und Rechenschaft

Strack-Zimmermann sagte, es sei auch Aufgabe des IKRK, das Schicksal der im Laufe des Krieges Vermissten zu klĂ€ren. «Die Organisation muss GefĂ€ngnisse in Russland besuchen und sich darum kĂŒmmern, was mit ukrainischen Gefangenen geschieht. Das IKRK ist die einzige Institution, die ĂŒberhaupt Zugang bekommen kann. Darauf verlassen sich die Opfer. Umso erschreckender sind die VorwĂŒrfe.»

Sie wies auch darauf hin, Deutschland sei der zweitgrĂ¶ĂŸte Geber dieser Organisation. «Wir haben in 2022 etwa 25 Millionen Euro bereitgestellt», sagte sie. Aus der Ukraine seien aber wiederholt Zweifel an der Arbeit des IKRK laut geworden.

«Wir und jedes Opfer erwarten, dass das IKRK sofort Rechenschaft darĂŒber ablegt, was es in den letzten 17 Monaten nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine geleistet und was es unterlassen hat», sagte sie. «Das Rote Kreuz steht fĂŒr Rettung und UnterstĂŒtzung. In Krisen und Kriegen fĂŒr Hoffnung. Dieses Vertrauen in diese so bedeutende Institution darf nicht ruiniert werden.»

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung besteht aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sowie den 190 einzelnen Nationalen Gesellschaften. Jede Organisation hat ihre eigene rechtliche IdentitÀt und Rolle, wobei sich alle gemeinsamen GrundsÀtzen der Bewegung verschrieben haben.

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