Hohlmeier, EU-Förderung

Hohlmeier kritisiert EU-Förderung fĂŒr UniversitĂ€t in Gaziantep

08.10.2024 - 13:19:37

Die Vize-Vorsitzende des Haushaltsausschusses im EuropĂ€ischen Parlament, Monika Hohlmeier (CSU), kritisiert Förderungen der EuropĂ€ischen Union fĂŒr die Islamische UniversitĂ€t fĂŒr Wissenschaft und Technologie im tĂŒrkischen Gaziantep scharf.

"Dass europÀisches Steuergeld genutzt wird, um ein Forschungsprojekt mit einer islamischen UniversitÀt zu finanzieren, deren Vertreter öffentlich anti-israelische Hassparolen und LobgesÀnge auf Terroristen skandieren, ist eine Schande", sagte Hohlmeier. "Dass diese UniversitÀt auch noch am EuropÀischen SolidaritÀtskorps teilnehmen darf, einem Projekt zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, ist blanker Hohn. Wenn die EuropÀische Kommission nicht umgehend handelt und die Zusammenarbeit beendet, dann kann sie sich auf schwere Stunden bei ihrem nÀchsten Besuch im EU-Parlament einstellen." Die französische Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche" hatte zuvor berichtet, dass die UniversitÀt in die EU-Programme Erasmus+ sowie EuropÀischer SolidaritÀtskorps aufgenommen wurde.

Die UniversitĂ€t in Gaziantep hatte Mitte September bekannt gegeben, dass ein von ihr koordiniertes Projekt zur "Gamification in der medizinischen Ausbildung" von Erasmus+ mit 250.000 Euro ausgestattet wird. Der Rektor der UniversitĂ€t ist Sehmus Demir, Professor fĂŒr Islamische Theologie. Anfang November 2023 erklĂ€rte Demir, dass seine UniversitĂ€t in den Kantinen und Cafeterien kĂŒnftig keine israelischen Marken mehr anbieten werde, von denen bekannt sei, "dass sie das Verbrechen gegen die Menschlichkeit in PalĂ€stina finanziell unterstĂŒtzen". Er sagte: "Wir sind im Boykott." Anfang Dezember nahm der UniversitĂ€tsrektor schließlich an einer israelfeindlichen Demonstration auf dem UniversitĂ€tscampus teil. "Wenn die Bewohner Gazas nicht sicher sind, werden weder Israel noch irgendein Teil der Welt sicher sein", sagte Demir in einer Rede. Im Mai dieses Jahres gab Demir seine UnterstĂŒtzung fĂŒr weitere Demonstrationen auf dem Campus der UniversitĂ€t bekannt. Auf Transparenten von Studenten war etwa der Ruf nach einer "globalen Intifada" zu lesen. Die Slogans, die die UniversitĂ€t auf ihrer Website nannte, lauten unter anderem "GrĂŒĂŸe an die Hamas, setzen Sie den Widerstand fort". Nach der Tötung des Hamas-FĂŒhrers Ismail Hanija Ende Juli dieses Jahres im Iran bekannte sich auch Demir persönlich zu der islamistischen Terrororganisation. "Möge Gott seinen MĂ€rtyrertod akzeptieren", postete er zusammen mit einem PortrĂ€t Hanijas auf X. Die EuropĂ€ische Kommission ließ Anfragen der "Welt" am Montag und Dienstag unbeantwortet.

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