Israel, Bildung

GEW will UnterstĂŒtzung fĂŒr Konflikt-Thematisierung in Schulen

14.10.2023 - 02:00:00

Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, hat angesichts des eskalierenden Konflikts zwischen der Hamas und Israel einen sensiblen Umgang an deutschen Schulen mit dem Thema und mehr UnterstĂŒtzung der LehrkrĂ€fte und SchĂŒler gefordert.

"Wir mahnen eine bessere UnterstĂŒtzung und mehr Qualifikationsangebote an, um LehrkrĂ€fte und SozialpĂ€dagogen besser auf solche schwierigen Situationen vorzubereiten", sagte Finnern der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Die bewaffneten Konflikte in der Welt belasten viele Kinder und Jugendliche in den Schulen schwer, besonders wenn es persönliche Beziehungen in die entsprechenden Regionen gibt", sagte die GEW-Chefin.

"Daher sollten diese Themen im Unterricht zeitnah, an passender Stelle und sehr sensibel aufgegriffen werden." Wie gut die LehrkrĂ€fte und SozialpĂ€dagogen an Schulen auf die Situation vorbereitet sind, sei von Bundesland zu Bundesland, "oft von Schule zu Schule unterschiedlich", so Finnern. "GrundsĂ€tzlich gilt jedoch, dass der dramatische Mangel an LehrkrĂ€ften und SozialpĂ€dagogen an den Schulen zu einer permanenten Überlastung fĂŒhrt." Auf die Frage, ob sie Handlungsbedarf bei den Betreibern sozialer Netzwerke sehe, um Kinder und Jugendliche besser vor Videos der GrĂ€ueltaten zu schĂŒtzen, sagte Finnern: "Die Betreiber sozialer Netzwerke sind in der Pflicht, Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen im Netz zu schĂŒtzen." Dieser Aufgabe kĂ€men die Netzbetreiber hĂ€ufig nicht in ausreichendem Maße nach. "Hier ist auch die Politik gefordert, fĂŒr strengere Auflagen und Anforderungen sowie im Zweifelsfall schnellere Löschung von Inhalten zu sorgen", sagte die GEW-Vorsitzende.

@ dts-nachrichtenagentur.de