Berliner Linke fĂŒr palĂ€stinensische Flagge vor Rotem Rathaus
28.07.2025 - 05:00:00Einen entsprechenden Antrag hatte die Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. Darin hieĂ es, das Bezirksamt solle sich beim Senat dafĂŒr einsetzen, dass die israelische Nationalflagge "aus RĂŒcksicht" auf palĂ€stinensische Berliner und "aus SolidaritĂ€t mit der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und in PalĂ€stina" vor öffentlichen GebĂ€uden wie dem Roten Rathaus abgehĂ€ngt werde. Berlins Regierender BĂŒrgermeister Kai Wegner (CDU) hatte diese Forderung entschieden zurĂŒckgewiesen und der Linkspartei empfohlen, sich mit ihrer "verstörenden Haltung zum Antisemitismus" auseinanderzusetzen. Der Forderung, die Israelflagge abzuhĂ€ngen, schloss sich Wolter, die seit Mai Parteivorsitzende ist, nicht an. "Wenn die israelische Flagge symbolisch dafĂŒr steht, dass alle Geiseln endlich aus der Gefangenschaft der Hamas befreit werden mĂŒssen, unterstĂŒtzen wir das vollkommen", sagte sie. Gleichzeitig könne sie verstehen, dass Menschen in Berlin die Botschaft des BĂŒrgermeisters angesichts der Kriegsverbrechen der israelischen Regierung im Gazastreifen als "einseitig" empfĂ€nden. "Die Position der Linke ist, dass wir Menschenrechtsverbrechen nicht mit zweierlei MaĂ messen", ergĂ€nzte sie. Ihr Co-Vorsitzender Maximilian Schirmer sagte, die Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Verurteilung des Hamas-Angriffs auf Israel seien "sehr klare" Beschlusslagen der Partei. "Eine Anerkennung des Leids, das im Gazastreifen passiert, stellt dazu keinen Widerspruch dar."


